zuerich

Inzwischen wurde jedoch klar, dass auch für Ingenieure ein fachliches Weiterbildungsangebot notwendig ist Inzwischen wurde jedoch klar, dass auch für Ingenieure ein fachliches Weiterbildungsangebot notwendig ist.

zuerich

Die Zielgruppe: künftige Instandhaltungsmanager, die hohe Verantwortung übernehmen sollen.

Die Maintenance and Facility Management Society of Switzerland (MFS), der größte Branchenverband in der Schweiz, hat dies erkannt und mit verschiedenen Fachhochschulen die Entwicklung von Weiterbildungskursen geprüft. Nach Start eines Zertifikatskurses ,Maintenance Master‘ der Tessiner Fachhochschule SUPSI im Jahr 2007 wurde der Mangel eines entsprechenden Angebots in der Deutschschweiz noch spürbarer.

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ZHAW, in Winterthur hat diese Lücke nun gefüllt. Gemeinsam mit dem MFS wurde ein Zertifikatskurs Instandhaltungsmanagement entwickelt und im Februar 2009 erstmal mit 15 Teilnehmern durchgeführt.

Die drei Theoriemodule vermitteln einen umfassenden Überblick

Träger und Veranstalter des Kurses ist das Institut für Datenanalyse und Prozessdesign (IDP) der ZHAW, ein aktives Mitglied der europäischen Hochschulinitiative ,European Maintenance Management‘, die eine Harmonisierung der Instandhaltungsausbildung auf Hochschulstufe anstrebt. Im Rahmen der Kursentwicklung führte das IDP zusammen mit dem MFS eine breitangelegte Befragung von Praktikern im Instandhaltungsbereich aus. 60 Fachleute aus Schweizer Unternehmen gaben ihr Feedback zu Inhalt und Form eines solchen Kurses. Der Kurs hat einen Umfang von 30 Halbtagen Theorieunterricht plus einer Projektarbeit. Der Theorieteil kann berufsbegleitend jeweils freitags und samstags vormittags absolviert werden.

Die drei Theoriemodule umfassen die wichtigsten Themen der Instandhaltung:
Modul 1 ,Instandhaltungs-Engineering‘:
Grundstrategien der Instandhaltung, Performancemessung, Einführung in moderne Methoden wie TPM Total Productive Maintenance, RCM Reliability Centered Maintenance, Risk Based Maintenance, Operative Instandhaltung: Optimale Ersetzung, Inspektion, Investitionsmanagement, Condition Based Maintenance, Risk Management und risikobasierte Instandhaltung, Implementierung von Instandhaltungsstrategien

Modul 2 , Instandhaltung als betriebliche Funktion‘:
Überblick über die Aufgaben des Instandhaltungsmanagements, Instandhaltung als Funktion eines Unternehmens, Kostenrechung in der Instandhaltung, Kostenstrukturanalyse, Instandhaltungscontrolling, Planung in der Instandhaltung, Führung von Instandhaltungseinheiten, Ersatzteilmanagement

Modul 3 ,Umsetzung‘:
Instandhaltung als Dienstleistung extern und intern, Softwaresysteme für Instandhaltung, Normen, Umwelt, Sicherheit An die Theoriemodule schließt sich ein Praxismodul in Form einer individuellen Projektarbeit an, in der jeder Teilnehmer während etwa 8-12 Wochen ein konkretes Problem aus der eigenen betrieblichen Instandhaltungspraxis bearbeitet. Teil des Kurses ist außerdem der Besuch verschiedener Firmen, die fortgeschrittene Methoden des Instandhaltungsmanagements einsetzen.

Prof. Dr. Christoph Heitz,
Leiter des Studienganges

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, IDP Institut für Datenanalyse und Prozessdesign
Tel.: +41 58 934 78 16
Mail: idp@zhaw.ch
www.idp.zhaw.ch/weiterbildung