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So richtig fielen mir diese Entwicklungen erstmals auf, als ich im März diesen Jahres bei RemoteServieForum in Karlsruhe einen Workshop moderierte Dort sollte es eigentlich um Möglichkeiten und Vorteile der Fernwartung in der Instandhaltung gehen So richtig fielen mir diese Entwicklungen erstmals auf, als ich im März diesen Jahres bei RemoteServieForum in Karlsruhe einen Workshop moderierte. Dort sollte es eigentlich um Möglichkeiten und Vorteile der Fernwartung in der Instandhaltung gehen.

Es zeigte sich aber bald, dass dieses Thema für diese Runde zu eng gefasst war. Fernwartung im klassischen Sinne, also die Erfassung von Daten und die Erteilung von Ratschlägen über eine gewisse geografische Entfernung, ist in der modernen Instandhaltung schließlich nur ein geringer Teil des Informationsaustausches. Gerade dieser Bereich aber verändert sich derzeit grundlegend.
Das liegt zunächst einmal an der technischen Entwicklung, den neuen Werkzeugen und Geräten vom Handy bis Cloud, von Augmented Reality bis zu semantischen Algorithmen. Hinzu kommen aber neue Methoden und Strukturen in der Instandhaltung selbst, etwa risikobasierte Instandhaltung und, last but by far not least, Asset Management.
All diese Themen tauchten auf in den Vorträgen und noch massiver in den Diskussionen des RemoteServiceForums auf. Mein Eindruck: Die Informationswelt der Instandhaltung ist im Umbruch!
Da aber nach dem Forum vor dem Forum ist, beschloss ich, mich einmal umzusehen, was sich bei anderen Medien und Veranstaltern in dieser Hinsicht bewegt. Das erste Ergebnis ist im Kasten auf der nächsten Seite zu sehen – und es ist beeindruckend. Tatsächlich haben Tagungsanbieter wie T. A. Cook bereits erkannt, dass ich hier ein weites Feld für künftige Aktivitäten eröffnet. Bereits die Ankündigung der Tagung „Wissensmanagement in der Instandhaltung“ enthält interessante Hinweise, etwa auf die Notwendigkeit der Erfahrungsübertragung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.

Informationsflüsse der modernen Instandhaltung: Die Adressaten, aber auch die Kanäle haben sich verändert. Grafik: Brumby, DHBW

Weitere Tendenzen, etwa die immer wichtigere Rolle der Hersteller in der Instandhaltung, sorgen für Veränderungen in der Informationsgewinnung und -verarbeitung. Technische Dokumentationen, von Konstruktionsunterlagen bis hin zu mobil dargebotenen Plänen, begleiten die Anlage über ihren gesamten Lebenszyklus. So werden sie zum Standardwerkzeug der Instandhalter, nicht zuletzt auch der Dienstleister – womit sich wieder der Kreis zu den Remote Services schließt. Die Dienstleister haben das auch erkannt, wie das Programm des „Spotlight Spezial“ des Kundendienstverbandes Deutschland zeigt.

Informationsmanagement

Veranstaltungen zum Thema

Perspektive Asset Management
In der weiteren Entwicklung, das lässt sich absehen, werden sich auch Strukturen und Funktionen der Software für Instandhalter grundlegend verändern. Ausgangspunkt ist hier der Übergang zum Asset Management, also zu einer neuen Einordnung der Instandhaltung in die Strukturen und Abläufe moderner Unternehmen. Die Maximo Anwenderkonferenz von IBM dürfte hier einige interessante neue Aspekte liefern.
Uns stehen also interessante Zeiten im Informationsmanagement bevor. Deshalb lauten die Antworten auf die Fragen in der Überschrift: Was? Viel mehr Informationen als bisher. Wie? Mit neuen technischen Mitteln. Wohin? Über die ganze Welt verteilt, auch in den Social Networks. Wann? Ab sofort!

Ingo Busch