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Das Team: Hans Jeschke und Kurt Frings sind verantwortlich für das Retrofit-Projekt von sechs Groß- Drehmaschinen der Marke Dörries und damit auch Ansprechpartner des Auftraggebers.

Im Jahre 1982 hatte ein russischer Hersteller von Großarmaturen ein großes – damals noch sowjetisches – Pipelineprojekt zu beliefern Und da in der alten Sowjetunion die Bandagen hart waren und der Plan Gesetzeskraft besaß, bekam das Werk die Devisen zum Erwerb von sechs Drehmaschinen der Marke Dörries zugeteilt Im Jahre 1982 hatte ein russischer Hersteller von Großarmaturen ein großes – damals noch sowjetisches – Pipelineprojekt zu beliefern. Und da in der alten Sowjetunion die Bandagen hart waren und der Plan Gesetzeskraft besaß, bekam das Werk die Devisen zum Erwerb von sechs Drehmaschinen der Marke Dörries zugeteilt.

Das Team: Hans Jeschke und Kurt Frings sind verantwortlich für das Retrofit-Projekt von sechs Groß- Drehmaschinen der Marke Dörries und damit auch Ansprechpartner des Auftraggebers.

Das Team: Hans Jeschke und Kurt Frings sind verantwortlich für das Retrofit-Projekt von sechs Groß- Drehmaschinen der Marke Dörries und damit auch Ansprechpartner des Auftraggebers.

Die Performance dieser Neuerwerbung überzeugte die Techniker für Schwerzerspanung in der sowjetischen Zeit und auch danach. Während des gesamten über 25-jährigen Betriebes erfüllten die Maschinen alle an sie gestellten Erwartungen. Und als dann in 2003 die Kapazitäten erweitert und der Maschinenpark modernisiert wurde, fiel die Entscheidung wiederum zugunsten von Dörries – diesmal bei Einsatz von eigenen Kapitalreserven. Und da kein Staat mehr aus Planmitteln die Devisen zuteilte, musste eine wirtschaftliche und sparsame Lösung gefunden werden.

Nach rund 25 Jahren intensiver betrieblicher Nutzung waren die ersten 6 Dörries VCE 1600 und CT 250 mechanisch und elektrisch stark verschlissen. Aber sie einfach zu verschrotten, das wurde schnell klar, wäre nicht die klügste Entscheidung. Die Gründe dafür waren in Russland dieselben wie auch hier bei uns oder überall auf der Welt.

Bei Neuerwerb sind noch zusätzliche Ausgaben zu erwarten

Da ist zuerst einmal die Wartezeit: Auf eine vergleichbare neue Drehmaschine müssen Auftraggeber ab Bestellung üblicherweise rund zwei Jahre bis zur Auslieferung warten. Und dann ist, zweitens, eine neue Maschine teurer als eine modernsierte – und zwar so ziemlich immer. Denn die Preise für Hightech-Anlagen steigen stetig, was schon dem technischen Fortschritt und den damit verbundenen ständigen Verbesserungen geschuldet ist. Und dann kommen bei Neuerwerb auch noch solche Ausgaben wie Erneuerung der Fundamente, Veränderungen an der Bauhülle oder Klimatisierung hinzu – insbesondere in Ländern mit rauem Klima und oftmals veralteter Bausubstanz.

Es waren solche Überlegungen, aber auch die vertrauensvolle Beziehung zur DST Dörries Scharmann Technologie GmbH, die den russischen Fertigungsbetrieb bewogen, ein Retrofit der sechs Maschinen vorzunehmen. Die Aufgabe: Die Maschinen sollten auf den heutigen technologischen Stand gebracht werden, und das in kürzest möglicher Zeit und zu möglichst günstigen Konditionen.

Wie üblich übernahm DST auch in diesem Projekt die erforderlichen Tätigkeiten. Das beginnt mit der Ist-Aufnahme der Maschine vor Ort. Sind die Maschinen dann wieder beim Auftraggeber, kommen Inbetriebnahme, Erweiterung und Schulung hinzu.

Die gemeinsam definierten Ziele setzen die DST-Experten in Engineering, Fertigung und Montage in Mönchengladbach verantwortlich um. Dabei wurden die werthaltigen Gusskonstruktionen übernommen und die wesentlichen Funktionsgruppen wie Antriebe, Führungen, Kugelbahnen, hydraulisches Spannfutter, Späne-Förderer und Siemens-Steuerungen neu aufgebaut. Das Innenleben des dreistufigen Hauptgetriebes mit Elektromagnetkupplungen tauschten die DSTFachleute gegen das eines modernen effizienteren hydraulischen Getriebes aus. Bereits acht Monate nach Eingang der Order lieferten sie je zwei der erneuerten Groß-Drehmaschinen aus.

Weil die Zeiten für Planung, Engineering, Beschaffen von Einzelteilen und weiterer Aktivitäten parallel zur aktiven Betriebszeit erfolgen, betrug die rein betriebliche Ausfallzeit der Maschinen beim russischen Auftraggeber lediglich vier Monate. Zu den rund 40 % Einsparung bei der Maschineninvestition addieren sich ersparte Arbeiten und Kosten für Fundamente, weil die vorhandenen weiter nutzbar sind.

Die Produktivität ist gestiegen, ebenso die Anzahl der Werkzeuge

Im Ergebnis des Retrofit bieten die Maschinen nunmehr eine um rund ein Viertel höhere Produktivität. Zu ihrer gleichfalls deutlich gestiegenen Steifigkeit trägt die neue Werkzeughalterung bei, die den alten Revolverkopf ersetzt. Statt seiner vier Werkzeuge bietet das neue automatische Tellermagazin zwölf. DST wickelte diesen Retrofit-Auftrag in drei Tranchen ab: Je zwei Maschinen wurden in 2007, 2008 und 2009 fertiggestellt. Retrofit- Aufträge für weitere Maschinen sollen nun folgen. Beide Partner werden dabei auch weiterhin von den vorhandenen planungs- und qualitätssichernden Grundlagen profitieren: DST verfügt als Eigentümer über die Zeichnungen sowie auch ergänzende Unterlagen zu den in Russland eingesetzten Werkzeugmaschinen von Schiess, Froriep und Wotan.

Dörries Scharmann Technologie GmbH
Tel.: 02166 4540
www.ds-technologie.de

Russland – Neue Zeitschrift

Die deutsche Instandhaltungswirtschaft ist mit der russischen stark verkoppelt – schon allein deshalb, weil

In Vorbereitung: die russische Instandhaltungs- Zeitschrift ,TOiR‘.

In Vorbereitung: die russische Instandhaltungs- Zeitschrift ,TOiR‘.

Deutschland der größte Lieferant von Maschinen und Ausrüstungen nach Russland ist.

Das bedeutet auch, dass deutsche Hersteller und Dienstleister von Maschinen und Anlagen einen großen Anteil am Markt der Wartungs- und Instandsetzungdienstleistungen in Russland haben. Diese Arbeiten erfolgen teilweise noch im Rahmen der Gewährleistung, teilweise aber auch über direkte Aufträge, beispielsweise für Modernisierungen oder Retrofit.

Zahlreiche deutsche Unternehmen haben bereits in Russland Filialen eröffnet oder Tochterfirmen gegründet, um an diesem Markt zu partizipieren. Andererseits hat sich aber auch die russische Instandhaltungswirtschaft in den vergangenen Jahren stark entwickelt und steht nunmehr bereit, auch anspruchsvollere Aufgaben zu übernehmen.

In diesem Umfeld entsteht natürlich ein erhöhter Bedarf nach Kommunikation, sowohl innerhalb Russlands als auch mit den ausländischen Partnern. Als Medium dafür ist vorgesehen, im nächsten Jahr auch in Russland eine Fachzeitschrift für den Instandhaltungsbereich zu gründen. Sie wird ,TOiR‘ heißen, das Kürzel steht für ,Tekhnicheskoe Obslushivanie i Remont‘, den russischen Fachbegriff für ,Industrielle Instandhaltung‘.

Es ist vorgesehen, dass unser Fachmagazin ,Instandhaltung‘ die russischen Kollegen in der ersten Zeit unterstützt, später soll diese Zusammenarbeit dann nach den Bedürfnissen von Lesern und Anzeigenkunden in beiden Ländern ausgebaut werden. Wer sich für das Projekt interessiert, kann dazu gern die Redaktion ,Instandhaltung‘ kontaktieren.

Redaktion ,Instandhaltung‘
Tel.: 08191/125 376
Mail: ingo.busch@mi-verlag.de