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Ein Grund für diese Wahl lag darin, dass es bei früheren Beschichtungsmaßnahmen aufgrund von vermehrt freigesetzter organischer Lösemittel (VOC) zu Produktionsbehinderungen gekommen war Deshalb wurden diesmal bereits während der Planungs- und Ausschreibungsphase im Leistungsverzeichnis Materialien mit geringstmöglichem Gehalt von VOC (flüchtige organische Komponenten) gefordert und ausgeschrieben Industriebodenbeschichtungen mit neuartigen Beschichtungsstoffen auszuführen. Ein Grund für diese Wahl lag darin, dass es bei früheren Beschichtungsmaßnahmen aufgrund von vermehrt freigesetzter organischer Lösemittel (VOC) zu Produktionsbehinderungen gekommen war. Deshalb wurden diesmal bereits während der Planungs- und Ausschreibungsphase im Leistungsverzeichnis Materialien mit geringstmöglichem Gehalt von VOC (flüchtige organische Komponenten) gefordert und ausgeschrieben.

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Aufgabe gelöst: neuer, emissionsfreier Bodenbelag mit unterschiedlicher farblicher Gestaltung der Taktfelder im VW-Werk Emden.

Seit 2010 ist für Industriebodenbeschichtungsmassen für VOC eine Obergrenze von 500 g/l festgelegt. Diese Vorschrift erfüllen praktisch auch alle der bisher eingesetzten Beschichtungsmassen. Diese zulässigen Mengen an Lösemitteln können jedoch, besonders im Laufe der Beschichtungsarbeiten zu störender Geruchsbelästigung führen. Weiterhin setzen die ausgehärteten Produkte dann über lange Zeiträume ständig geringe Mengen an Lösemitteln frei. Diese sind zwar nicht unbedingt gesundheitsschädlich, können jedoch Geruchsbelästigungen verursachen, insbesondere in kleineren Räumen mit nicht ausreichender Belüftung.
Sehr viel weitergehender sind die Vorgaben des Ausschuss für die gesundheitliche Beurteilung von Baustoffen (AgBB) mit den erlaubten Grenzwerten für eine Vielzahl von VOC. Hierbei wird in Prüfkammern über einen Zeitraum von 28 Tagen die Raumluft analysiert. Der zulässige Maximalwert ist 1 mg/m³ (1/1000 g). Bei der Entscheidung der Volkswagen AG für die AB-ZEROPOX- und AB-ZEROPUR-Beschichtungsprodukte war entscheidend, dass diese den Vorgaben des AgBB entsprechen und ihr VOC-Gehalt unter 1 % liegt. Das bedeutet auch, dass diese Stoffe während der Beschichtungsarbeiten praktisch keine VOC mehr freisetzen. Die bisher in der Industrie eingesetzten Epoxidharz-Beschichtungsstoffe enthalten vielfach Benzylalkohol, der nur teilweise in die Reaktion eingeht. Die nicht in die Matrix eingebundenen Reste gelangen nach und nach in die Raumluft, wo sie mit Sauerstoff zu Benzaldehyd reagieren. Dieser verursacht einen leichten Marzipangeruch, der vom sensiblen Geruchssinn als störend empfunden wird.

Die Verarbeitung kann bei laufender Produktion erfolgen

Die neuen Formulierungen enthalten keinen Benzylalkohol mehr, außerdem wurden sie hinsichtlich ihrer allergenen Wirkung während der Verarbeitung nochmals optimiert. Somit tritt während der Einbauphase praktisch keine Geruchsbelästigung mehr auf, und Beschichtungsmaßnahmen oder Sanierungen können während der laufenden Produktion ausgeführt werden. Die AB-ZEROPOX/-PUR-Produkte werden überall dort eingesetzt, wo erhöhte Anforderungen an die Raumluftqualität gestellt werden, wie beispielsweise in Aufenthaltsräumen, Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Büro-, Sozial- und Verkaufsräumen, Laboratorien, Produktionshallen, aber auch in sämtlichen öffentlichen und industriellen Bereichen.
Diese innovativen Beschichtungssysteme sind sprichwörtlich von A-Z praktisch emissionsfrei. Dies bedeutet, es handelt sich um durchgängige Systeme bestehend aus Grundierung, Beschichtung und Decklack. Besonders wichtig ist hierbei, dass alle Produkte einzeln und nicht im System geprüft wurden und die strengen Kriterien gemäß AgBB nachweislich erfüllen. Damit ergeben sich für den Planer, den Anwender und den Nutzer völlig neue Qualitätsstandards. Im VW-Werk Emden wurden die zu sanierenden Flächen zuerst durch Kugelstrahlen bzw. Diamantschleifen vorbereitet, gründlich gereinigt und nachfolgend mit den innovativen Epoxidharz-Produkten AB-ZEROPOX 802 und AB-ZEROPOX 848 beschichtet. Eine besondere Herausforderung stellten sowohl die unterschiedlich farblich zu gestaltenden Taktfelder als auch der enge Zeitplan dar. Die Aufgabe wurde zur vollen Zufriedenheit des Automobilherstellers gelöst.
Die Automobilindustrie untersucht zurzeit eine Vielzahl von Flüssigkunststoffen für den Einsatz als Industriebodenbeschichtungen. Da die Beschichtungsarbeiten häufig bei laufender Produktion ausgeführt werden müssen, wird sich der Trend zu emissionsfreien Produkten sicherlich künftig verstärken.

Kontakt: AB-Polymerchemie GmbH,Tel.: 04941 604 360, www.ab-polymerchemie.de