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Moderne Baumaterialien ermöglichen kühne architektonische Lösungen, die noch vor einigen Jahren undenkbar waren Aber über Nachrüstungen lassen sich jetzt neue Dimensionen erschließen Pünktlich zum Beginn der Bundesligasaison 2009 wurde die BayArena, das Fußballstadion des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, nach grundlegender Renovierung wiedereröffnet Die Sportstäte entspricht nun den modernsten internationalen Standards Bayer MaterialScience hat daran einen gebührenden Anteil Denn schon allein das diskusförmige und transluzente Tribünendach mit einem Durchmesser von 217 m ist ein neues, spektakuläres Referenzobjekt für den Einsatz von Platten aus dem Hightech-Kunststoff Makrolon Und um eine hohe Langlebigkeit des Stadions zu gewährleisten, wurde die stählerne Tragkonstruktion mit ihrem Gewicht von rund 3 000 t mit einer speziellen Korrosionsschutzbeschichtung auf Basis von Polyaspartics-Rohstoffen geschützt Das bietet gleichermaßen ökonomische und ökologische Vorteile Pünktlich zum Beginn der Bundesligasaison 2009 wurde die BayArena, das Fußballstadion des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, nach grundlegender Renovierung wiedereröffnet. Die Sportstäte entspricht nun den modernsten internationalen Standards. Bayer MaterialScience hat daran einen gebührenden Anteil. Denn schon allein das diskusförmige und transluzente Tribünendach mit einem Durchmesser von 217 m ist ein neues, spektakuläres Referenzobjekt für den Einsatz von Platten aus dem Hightech-Kunststoff Makrolon. Und um eine hohe Langlebigkeit des Stadions zu gewährleisten, wurde die stählerne Tragkonstruktion mit ihrem Gewicht von rund 3 000 t mit einer speziellen Korrosionsschutzbeschichtung auf Basis von Polyaspartics-Rohstoffen geschützt. Das bietet gleichermaßen ökonomische und ökologische Vorteile.

bayerAuf einer Gesamtfläche von 28 000 m² spannt sich das Dach über dem ausgebauten Tribünenbereich. Die Konstruktion folgt dem Prinzip des Speichenrades. Die Dreifach-Stegplatten des Typs Makrolon Multi UV 3X/25-25ES white S 146 wurden von der Bayer Sheet Europe geliefert. Dieses Tochterunternehmen von Bayer MaterialScience ist auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von hochwertigen Polycarbonat- und Polyesterplatten für verschiedene Anwendungen spezialisiert. Der hier eingesetzte Werkstoff Polycarbonat zeichnet sich durch hohe Bruchfestigkeit, Schlagzähigkeit, Temperatur- und Wärmeformbeständigkeit sowie ein niedriges Gewicht aus.

Polycarbonat ist ein Werkstoff mit unikalen Eigenschaften

„Dieses Material ist genial. Insbesondere wenn es darum geht, große Flächen ohne Stützpfeiler einzudecken, kenne ich nichts Besseres“, ist Hans Dannenberg, Projektleiter für den Umbau des Stadions, überzeugt. „Wir haben hier die weltgrößte Frisbee-Scheibe aus Makrolon.“

Die Konstruktion und nachfolgende Montage der Platten waren eine Herausforderung, denn das nach außen hin ringförmige Dach geht nach innen in eine rechteckige Form über. Allein bedingt durch die große Fläche greifen hier enorme Kräfte an. Außerdem musste die Montage unter hohem Zeitdruck erfolgen. Als entscheidender Vorteil erwiesen sich hierbei die sehr gute Verarbeitungsfähigkeit und das geringe Flächengewicht der Kunststoffplatten. Diese wurden schließlich von einem Kran auf 30 m Höhe gehievt und dort von speziell ausgebildeten Industriekletterern schwebend an der vorgegebenen Seilkonstruktion montiert.

Makrolon-Platten hatte sich bereits in den 1990er Jahren bei der Tribünenüberdachung der BayArena bewährt. bayer2Inzwischen wurden die Materialeigenschaften weiter optimiert. So ist beispielsweise die Lichtdurchlässigkeit der Platten den Stadionbedingungen noch besser angepasst worden. Sie schützen die Zuschauer vor zu starker Sonneneinstrahlung, sorgen aber auch dafür, dass der Rasen genügend Licht zum Wachsen hat.

Dass Entscheider in der Baubranche die Vielseitigkeit und Attraktivität von Polycarbonat zu schätzen wissen, zeigen auch weitere aktuell geplante Großprojekte, beispielsweise in China. „Die uns vorliegenden Modelle belegen einmal mehr, wie virtuos Polycarbonat-Platten einsetzbar sind“, sagt Thomas Kastner, Leiter des Bereichs Halbzeuge. Weitere spektakuläre Stadionbauten stünden in Aussicht, etwa zur Fußball-Europameisterschaft in Polen 2012 und zur Weltmeisterschaft in Brasilien 2014. Kastner: „Ich freue mich über die weiter zunehmende Popularität und Wertschätzung von Polycarbonat als Material der Wahl in der modernen Architektur. Wir wollen unser Plattengeschäft weiter ausbauen, nicht nur in der horizontalen, sondern auch in der vertikalen Anwendung.“

Beim Schutz großer Bauwerke wie etwa Brücken oder Kraftwerken werden üblicherweise Platten mit einem dreischichtigen Lackaufbau eingesetzt, um den gewünschten Korrosionsschutz unter dem Einfluss von Wind und Wetter zu gewährleisten. Zum Schutz der stählernen Tragkonstruktion der BayArena wurde allerdings ein anderes Konzept gewählt. Bei dem hier eingesetzten innovativen Decklack auf Basis von Polyaspartic-Bindemitteln von Bayer MaterialScience genügt bereits ein zweischichtiger Aufbau, denn schon beim einmaligen Auftrag lässt sich eine deutlich höhere Schichtdicke als bei herkömmlichen Decklacken erreichen.

„Der enge Zeitplan für die BayArena hätte ohne dieses neue Beschichtungsmaterial kaum eingehalten werden können“, erläutert Karl-Heinz Birk, Leiter der Lackiererei bei der Max Bögl Bauservice, einem der beiden Generalunternehmer für den Umbau der BayArena. „Aber da der Decklack sehr schnell trocknet, konnten wir den Werkstattdurchsatz gegenüber einem herkömmlichen System deutlich steigern. Außerdem gelang es, dank des sehr geringen VOC-Gehalts die Lösemittelemissionen stark zu verringern.“

Während bei einem üblichen Dreischichtsystem etwa 24 Stunden vergehen, bis die Beschichtung aufgetragen und getrocknet ist, genügen bereits sechs bis acht Stunden für die komplette Applikation des neuen Zweischichtsystems. Das spart Zeit und Kosten ein und kommt auch der Umwelt zugute: Der Decklack wird auf Basis von Rohstoffen aus den Desmophen NH und Desmodur N-Sortimenten hergestellt und enthält rund 40 % weniger VOCs (flüchtige organische Verbindungen) als ein herkömmliches Dreischichtsystem.

Mit einem solchen Ultra-High-Solid- Lack werden die aktuellen gesetzlichen Anforderungen deutlich übererfüllt. „Ein weiterer Pluspunkt des Decklacks ist seine ausgezeichnete Haftung auf Metall. Ich sehe großes Potenzial, ihn als Einschichtlack direkt auf solche Oberflächen aufzutragen“, sagt Dr. Markus Mechtel, Korrosionsschutzexperte bei Bayer MaterialScience.

Bayer MaterialScience
Tel.: 0214 30 1 oder 00800-VisionWorks (84746696757)
www.bayermaterialscience.de

Der Werkstoff Makrolon®
Seit Bayer 1953 das Polycarbonat Makrolon® zum Patent anmeldete, hat dieser Kunststoff einen Siegeszug durch viele unterschiedliche Produktwelten angetreten: Brillengläser, medizinische Geräte, Sporthelme, Autoverscheibungen und Scheinwerfer, Wasserbehälter und Solarmodule, Bodenschutzmatten, Platten für Carports und Gewächshäuser, sowie Milliarden von CDs und DVDs.
Unzählige Hersteller hochwertiger Produkte verlassen sich weltweit auf die Eigenschaften von Makrolon®, und ständig kommen weitere Produkte und Anwendungen hinzu.
Makrolon® ist leicht, bruchfest, splitterfrei, transparent und vieles mehr: ,Made of Makrolon®‘ ist deshalb gleichbedeutend mit der Erfüllung sehr spezieller Ansprüche, ob bei Korrekturlinsen oder Stadiondächern. Deshalb versehen viele Hersteller ihre Erzeugnisse neben ihrem Logo zusätzlich mit dem Makrolon®-Label.