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Die Erfahrung zeigt, dass die erfolgreiche Optimierung der Energiebilanz nicht zu nur messbaren Einsparungen und Ergebnissen im direkten Bereich verbesserter Energieeffizienz führt Sie liefert gleichzeitig auch positive Beiträge und bewertbare Ergebnisbilder in weiteren strategisch wichtigen Funktionsbereichen betrieblicher Prozesse So verbessern sich auch die Organisations-, Planungs-, Leistungs- und Erfüllungsgrade betrieblicher Prozesse mit messbaren Ergebnissen in folgenden Wirkfeldern: Die Erfahrung zeigt, dass die erfolgreiche Optimierung der Energiebilanz nicht zu nur messbaren Einsparungen und Ergebnissen im direkten Bereich verbesserter Energieeffizienz führt. Sie liefert gleichzeitig auch positive Beiträge und bewertbare Ergebnisbilder in weiteren strategisch wichtigen Funktionsbereichen betrieblicher Prozesse. So verbessern sich auch die Organisations-, Planungs-, Leistungs- und Erfüllungsgrade betrieblicher Prozesse mit messbaren Ergebnissen in folgenden Wirkfeldern:

  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Regelwerke
  • Anlagenverfügbarkeit/ Effektivitätssteigerung/ Produktivität
  • Strukturelle Kosten- / Steuersenkung
  • Risiko-Minimierung
  • Prozess-Sicherheit
  • Imagegewinn/ Corporate Identity intern und extern
  • Wettbewerbssicherung

Die Assets eines Unternehmens kontinuierlich zu optimieren, insbesondere ihre Energieeffizienz zu steigern, wird damit zu einer immer wichtigeren Herausforderung für das Management von Produktions- und Dienstleistungsbetrieben.
In diesem Zusammenhang nimmt die Instandhaltung eine Schlüsselrolle ein. So hat etwa die Wahl der Instandhaltungsstrategien für die verschiedenen Bereiche der Betriebs- und Produktionsanlagen einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch und die Energieeffizienz der eingesetzten Maschinen und Anlagen.

Darüber hinaus lassen sich aber auch in Zusammenarbeit zwischen Produktion, Engineering und Einkauf, sowie im Dialog mit den Herstellern und Lieferanten große Potenziale erschließen. Eine strukturierte Energiebilanz entlang der gesamten Life-Cycle- und Wertschöpfungskette, bildet zudem die gute Basis für die ganzheitliche Analyse, Bewertung und kontinuierliche Verbesserung ( KVP ) betrieblicher Prozesse und Flüsse wie Informations-, Finanz-, Logistik-, Material- und Energiefluss.
Instandhaltung und Produktion stehen in diesen Prozessen tagtäglich an vorderster Front und verfügen daher über wertvolles Praxis-Wissen und Erfahrungspotenziale. Diese gilt es künftig mehr denn bisher strukturiert abzurufen und im Rahmen gelenkter Managementsysteme KVP-basiert systematisch zu nutzen.

Energiemonitoring: Noch sind die technischen Mittel und die Managementstrukturen in vielen Unternehmen nicht zeitgemäß.

Um das zu ermöglichen, bedarf es jedoch eines integrierten technischen Betriebsführungsprozesses. Der Schlüssel dafür wird in der Bildung einer neuen zentralen Funktion liegen: Beim strategischen Asset Management, wie es in der künftigen DIN 55000 definiert sein wird. Innerhalb eines so geschaffenen übergreifenden Handlungsrahmens mit breitem Aufgabenbereich kann dann die Instandhaltung, ausgehend von den strategischen Leitlinien, Zielen und Vorgaben, die ihr aufgetragenen operativen Aufgaben im konzertierten Prozess lösen.

Die künftigen Aufgabenbereiche der Instandhaltung im Rahmen des Energiemanagements, also bei der Verbesserung der Energieeffizienz, ähneln dann in der Struktur grundsätzlich vergleichbaren Optimierungsaufgaben in anderen Managementbereichen. Letztlich geht es auch hierbei um KVP-Prozesse, die ihren „Brennstoff“ aus der Bewirtschaftung des
Produktions- und Instandhaltungs-Prozesses holen. So etwas gibt es auch heute schon, etwa bei der Optimierung von KVP-basierten Projekten zur Produkt- und Prozessoptimierung, zur Verfügbarkeitssteigerung, zur Produktivitätsverbesserung, Senkung der Qualitätskosten oder bei Produktivitäts-Steigerungsprogrammen auf der Basis von Lean- und Kaizenmethoden.

Normen und Regeln
EnMS EN ISO 50001

Seit 2011 dient die Norm EN ISO 50001 als Leitfaden beim Aufbau eines betrieblichen Energie-Managementsystems zum Zwecke der nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz. Sie wurde in Deutschland als DIN-Norm DIN EN ISO 50001 veröffentlicht. Das Regelwerk EN ISO 50001 ist nach dem Vorbild der EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme) und der Norm EN ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme) gegliedert.
Es empfiehlt sich, zur weiteren Information bezüglich der effizienten und ordnungsgemäßen Planung und Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach DIN 50001 den Leitfaden des Umweltbundesamtes (UBA ) zum Thema „Energiemanagementsysteme in der Praxis“ zu berücksichtigen. Hier sind Leitlinien, Ziele, Anforderungen, Nutzen, Strukturen und Umsetzungsmodelle des EnMS als Handlungsrahmen der Politik für den Anwender ausführlich erläutert. Vor allem die in den Anhängen verfügbare „Energiemanagement-Checkliste“ ist als umfassendes Hilfsmittel zur Erst-Information und Orientierung für Management und Mitarbeiter sehr gut geeignet.

Allerdings fehlt es im Bereich der Energieoptimierung in vielen Fällen noch an der Systematik geeigneter Managementprozesse und an der Bereitschaft der Kapitalgeber in diesem Bereich langfristig zu investieren. Besondere Defizite bestehen jedoch vielfach auch in den strukturellen Grundlagen. Dazu gehören in erste Linie umfassende und aktualisierte Daten zur Anlagen- und Prozessstruktur, die Daten- und Dokumentenqualität, sowie zeitnahe und belastbare Ist-Daten aus der technischen Betriebsführung. Nun sind allerdings qualifizierte Betriebs-, Prozess- und Stördatenerfassung nicht unbedingt die Regel. Auch die Nutzungsqualität der Instandhaltungs-Auftrags-Systeme, sowie der zugehörige Planungs-, AV- und Organisationsgrad im IH-Bewirtschaftungs-Prozess lässt durchweg zu wünschen übrig. Das gilt ebenso für die Führung und Motivierung der Mitarbeiter, speziell in diesem erst noch zu erschließenden Aufgabengebieten. Fremdfirmen, Lieferanten und Hersteller sind zudem vielfach kaum in die Entwicklungen der Energieeffizienz und anderer betrieblicher KVP- und Optimierungsprozesse eingebunden.

Das Wissen der Mitarbeiter zu nutzen, bietet neue Chancen

Energieeinsparung: Auch das Facility Management als Teil des Enterprise Asset Managements bietet große Potenziale.

Aber es gibt Hoffnung. Die Mitarbeiter haben das Know-how- und das Wissen im Kopf. Sie kennen sowohl die Probleme, aber vielfach auch praxisnahe Lösungen. Diese Wissen gilt es nun abzuholen und mittels klarer Leitlinien und Zielvorgaben, qualifizierter Führung und in geeigneten Organisationsmodellen und Managementsystemen strukturiert und ergebniswirksam gemeinsam und projektmäßig umzusetzen. So lautet die Aufgabe – und das ist auch die Chance.
Dabei stehen der Instandhaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Energiemanager, der Produktion, dem Engineering und anderen internen und externen Prozessbeteiligten für operative Maßnahmen zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz zahlreiche Potenzialfelder zur Verfügung, dazu gehören beispielsweise:

  • Stromversorgung / Netze
  • Beleuchtung
  • Druckluft
  • Dampf/ Wärme
  • Isolierung
  • Lüftung/ Klima/ Heizung
  • Kälte/ Abwärme
  • E-Motoren
  • Verbrennungsmotoren
  • Pumpen & Ventilatoren
  • Wasserversorgung
  • Kühlwasser-Versorgung
  • Recycling & Entsorgung
  • Andere Emittente/ Filter

In den meisten Fällen ergeben sich hierbei sowohl kurzfristig realisierbare Verbesserungen und Einsparungen ohne große Investitionen, als auch investive Maßnahmen und Projekte mit längerfristiger Vorbereitungs-, Entwicklungs- und Realisierungsdauer. Wichtig ist deshalb, den aktuellen Status im Team qualifiziert zu analysieren und zu bewerten Prioritäten zu setzen und im Umsetzungsprozess das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen, sowie die Ergebnisse kritisch zu controllen.

Vielleicht helfen zunächst einmal die Anforderungen des Energiemanagementsystems nach DIN 50001, sowie die anderen „neuen“ Gesetzesvorgaben und marktseitigen Bedürfnisse, die verfügbaren Einsparungs- und Nutzenpotenziale zu entdecken und ergebniswirksam umzusetzen. Wir setzen hierbei auf Führungsstärke, das Wissen der Mitarbeiter und die Kraft eines integrierten Asset Managementsystems. Dort werden dann zentrale Leitlinien und Zielvorgaben den strategischen Handlungsrahmen für ein bereichsübergreifendes Miteinander bilden.

Günter Rössler

Kontakt:
R & P-CONSULT Unternehmensberatung
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