Asset Management

Digitales Enterprise Asset Management eröffnet Instandhaltern viele neue Möglichkeiten. - Bild: Pixabay

| von Wolfgang Kräußlich

Wenn es darum geht, die Assets, die Vermögenswerte eines produzierenden Unternehmens zu managen, spielen Instandhalter eine entscheidende Rolle. Denn in Industrie und Gewerbe sind die Anlagen und Betriebsmittel neben Grundstücken und Lagerbestand die wesentlichen Vermögenswerte. Und während Immobilien und Warenbestand vor allen Dingen buchhalterisch gemanaged werden, brauchen Anlagen oder Fahrzeuge auch regelmäßige Wartung – sprich operatives Management.

Game Changer für die Instandhaltung

Dem entsprechend ist der Wandel des Instandhalters zum Asset Manager in vielen Unternehmen bereits vollzogen worden – was sich auch in den aktuellen Normen zum Asset Management, insbesondere die ISO 55000‐Familie und die DIN EN 16646 zur Rolle der Instandhaltung im Asset Management, widerspiegelt.

Allerdings: Asset Management in der Instandhaltung ist komplex. Unterschiedliche Anlagenteile und Gewerke, unterschiedliche Rechts- und Sicherheitsvorschriften, ein Mix aus fest geplanten und bedarfsweise organisierten Wartungsintervallen sowie der Einsatz interner und externer Dienstleister sorgen dafür, dass Leistung, Kosten und Risiken stets im Gleichgewicht gehalten werden müssen.

Enterprise Asset Management mit digitaler Arbeits-, Termin- und Ressourcenplanung gilt daher in der Branche als Game Changer. Denn durch die Digitalisierung verändern sich nicht nur die zu wartenden Assets und deren technischen Fähigkeiten dramatisch – Stichwort Industrie 4.0. Innovative Technologien wie Condition Monitoring und Predictive Maintenance eröffnen auch zahlreiche neue Möglichkeiten für die Realisierung der Aufgaben, bis hin zur strategischen Anlagenplanung. Erst die Erhebung von Echtzeit-Daten und deren Spiegelung in einem digitalen Zwilling macht Technologien wie VR und AR (Virtual und Augmented Reality) für Instandhalter überhaupt nutzbar.

Asset-Management-Software ist Basis

Asset Management gibt es schon lange, und auch passende Software wird seit über 30 Jahren eingesetzt. Das wichtigste bei der Softwareauswahl ist die Analyse, welche Geschäftsprozesse und Anlagen vorhanden sind, um zu überprüfen, ob die Software in der Lage ist, die technische Anlagenstrukturierung vorzunehmen und die Geschäftsprozesse abzubilden. In den vergangenen Jahren sind zu den etablierten Playern am Markt auch etliche neue gekommen. Und so finden sich neben spezialisierten Systemen von Industrieanbietern wie ABB oder Aveva und Tools von ERP-Spezialisten wie SAP oder Oracle auch kleinere Player wie Mainsaver oder AssetWorks.

Zu den langjährigen Marktführern im Bereich des Enterprise Asset Management gehört IBM mit der Software Maximo. „In der IBM-Lösung steckt jahrzehntelange Industrieerfahrung mit vielen industriespezifischen Leistungsmerkmalen“, erklärt Agnieszka Kansy, Business Development Manager für IBM Software beim IT-Spezialisten TechData. „Mit Anwendungsbereichen wie vorausschauender Wartung, integrierter Produktionssteuerung und -optimierung mit KI oder dem Aufbau verteilter, transparenter Systeme mittels Blockchain ist IBM Maximo hier unserer Meinung nach klarer Technologieführer.“

Seit Jahren als führendes Produkt angesehen

Gartners Magic Quadrant
In Gartners Magic Quadrant ist IBM mit Maximo seit vielen Jahren bei den Leaders zu finden. - Bild: Gartner

Das bestätigen auch externe Beobachter: Im aktuellen „Magic Quadrant“ der Unternehmensberatung Gartner wurde die IBM-Lösung wieder in die Rubrik „Leader“ eingruppiert – wie schon in den vergangenen Jahren. Der Magic Quadrant teilt Anbieter in Herausforderer, Visionäre, Nischenanbieter und Marktführer ein. Seit Jahren in Folge – zuletzt Ende 2019 – wurde IBM Maximo in den Leader-Quadranten gewählt.

Dabei liegt das System weit recht auf der x-Achse, wo aufgetragen wird, wie visionär ein System ist. Ein wichtiger Aspekt, denn bei der Auswahl von Systemen für das Enterprise Asset Management steht die Zukunftsfähigkeit im Vordergrund. Dass IBM hier vorne liegt, hat seine Berechtigung, wie Agnieszka Kansy von TechData weiß: „Das liegt auch an der Kombination mit IBMs Watson-Technologie. KI wird gerade im Kontext von Enterprise Asset Management und Instandhaltung von Produktionsanlagen ein Tor zu vielen Optimierungen aufstoßen.“

Richtig eingesetzt bekommen Betreiber und Instandhalter mithilfe eines strategiefokussierten Instandhaltungsmanagements ein mächtiges und zugleich einfach zu handhabendes Werkzeug, um die Instandhaltungskosten zu reduzieren und die Verfügbarkeit der Anlage sicherzustellen. Die Tools dafür sind auf jeden Fall vorhanden.

Über IBM Maximo

IBM Maximo optimiert die Leistung, erweitert Assetlebenszyklen und reduziert Ausfallzeiten und Kosten. OT- und IT-Manager verfügen damit über die Tools, um hochwertige physische Assets transparent und kontrolliert im gesamten Unternehmen zu betreiben. So lassen sich die globalen Operationen von Beschaffung bis Vertragsmanagement optimieren und Kosten im Rahmen eines subskriptionsbasierten Modells verwalten. Verwalten Sie alle Assettypen unabhängig von ihrem Standort, konfigurieren Sie neue Assets schnell und aktualisieren Sie EAM-Software (Enterprise Asset Management) automatisch, um Unterbrechungsfreiheit, Kostensenkungen und Risikominimierung zu erreichen.

Wichtige Vorteile:

  • Prozessverbesserungen
  • Management von Assetinformationen und -bestand
  • Verlängerung der Nutzungsdauer von Assets
  • Optimierung von Arbeitsprozessen
  • Vereinheitlichung von Asset-Management-Prozessen

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