ERP-System

Werden die Stammdaten nach der Einführung nicht weiter gepflegt, kann das ERP-System seine Vorteile nicht richtig ausspielen. - Bild: Pixabay

| von Stefan Weinzierl

"Unzureichende Pflege der Datenbasis ist ein Bremsklotz für die Digitalisierung und behindert die Standardisierung. Stammdaten sind keine statischen Daten. Gepflegt werden allerdings meist nur die Bewegungsdaten im ERP – also die zeitbezogenen, prozessorientierten und auftragsrelevanten Informationen", sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat.

Zu den Stammdaten zählen Artikeldaten, Lieferanten- und Kundeninformationen, Stück- und Komponentenlisten, Seriennummern, Kommunikations- und Klassifikationsdaten. 

Mangelnde Stammdatenpflege verlängert Lieferzeit

Die Lieferzeit ist ein wichtiger Indikator für die Zufriedenheit der Kunden und wird auf Seiten der Kunden stetig im Rahmen der Lieferantenbewertung erfasst. Mangelnde Pflege der Stammdaten führt zu manuellen Prozessen und Verzögerungen, die sich negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirken.

Bei anstehenden Fertigungsaufträgen muss ersichtlich sein, welche Teilkomponenten bereits vorhanden sind. Sonst besteht die Gefahr von Doppelbestellungen, oder Produktionsverzögerungen aufgrund von Fehlinformationen. "Die Stammdaten sind die Grundlage, jede überholte Information in diesen Daten wirkt sich auf die gesamte Prozesskette aus. Was zunächst wirkt wie eine Lappalie, kann einen Effizienzverlust im zweistelligen Prozentbereich bedeuten", erklärt Biebl. 

Organisatorische Verankerung

Eine definierte Datenqualitätsorganisation in den Unternehmen, ausgestattet mit Verantwortlichkeiten und Kompetenzen, erhöht die Stammdatenqualität. "Die Qualität der Stammdaten ist ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg und beginnt mit dem Wissen, welche Stammdatenarten in welchem Prozess verwendet werden. Die dazu nötigen Prozesse können auch teilautomatisiert werden und fügen sich so effizient in die Kette ein", beschreibt Biebl die Umsetzung.

Planat übernimmt bei Unternehmen neben der Software-Plattform auch die umfassende Beratung zur Effizienzsteigerung innerhalb der eigenen Prozesse: "Historisch gewachsen steht bei Arbeitsabläufen nicht gleichbedeutend für ein Maximum an Effizienz. Prozesse sinnvoll an die Erfordernisse anzupassen bedeutet hingegen, einen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten", so Christian Biebl.

Planat

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