SFA Fahrradschlauch

System Fahrradschlauch: Benötigt werden einige Bohrungen, eine Luftdruckpumpe und ein Gegenmessgerät sowie Seifenlauge – und schon ist das einfach zu handhabende Prüfsystem von SFA aufgebaut und einsatzbereit. - Bild: SFA Münster

SFA Fahrradschlauch

System Fahrradschlauch: Benötigt werden einige Bohrungen, eine Luftdruckpumpe und ein Gegenmessgerät sowie Seifenlauge – und schon ist das einfach zu handhabende Prüfsystem von SFA aufgebaut und einsatzbereit. – Bild: SFA Münster

Prüfungen bestimmter Anlagen sind gesetzlich nach WHG (Wasserhaushaltsgesetz) in Verbindung mit der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS) durch Fachbetriebe mit VAwS (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe)-Qualifikation/Zertifikat vorgeschrieben. Sie müssen von jedem betroffenen Unternehmen regelmäßig durchgeführt werden, um die Sicherheit von Boden und Grundwasser zu gewährleisten.

In einem solchen Industriebereich ist AkzoNobel, ein führendes Unternehmen in der Farben- und Lackindustrie und ein bedeutender Hersteller von Spezialchemikalien, tätig und damit zu eben diesen regelmäßigen Prüfungen nach Wasserhaushaltsgesetz WHG und VAwS verpflichtet. Dieser Pflicht kommt AkzoNobel sehr gewissenhaft nach, liegt doch bei diesem Unternehmen ein besonderer Fokus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

In diesen Bereichen wird AkzoNobel auch regelmäßig als führend eingestuft und nutzt ein breites Spektrum von Anwendungsmöglichkeiten für Testsysteme, wie das von SFA Testsysteme(n) BV eigens entwickelte Lufttestsystem zur Prüfung von Flächen nach VAwS und WHG. Das System wurde bereits häufig in den Niederlanden eingesetzt, so bereits seit einigen Jahren bei der niederländische Muttergesellschaft AkzoNobel N.V.

Diese erfolgreiche Beziehung war dann auch der Ausgangspunkt der Zusammenarbeit mit AkzoNobel in Deutschland, da sich die Muttergesellschaft bei der deutschen Tochter erkundigt hatte, ob es nicht auch dort zum Einsatz kommen könnte.

Obwohl zum Zeitpunkt des Kontakts die jährlichen Prüfungen bei AkzoNobel (DE) nach WHG/VAwS an allen entsprechenden Stellen bereits vollzogen waren, bewogen das Interesse am System und einer genaueren und damit nachhaltigeren Prüfung AkzoNobel am Standort Greiz dazu, sich das System an einer Testfläche demonstrieren zu lassen.

Zur Überprüfung von Flächen wird nach WHG/VAwS normalerweise eine Sichtprüfung angewandt, die von der Beurteilung eines Sachverständigen abhängt. Diese wird zwar nach bestimmten Kriterien, aber doch relativ subjektiv, gestaltet. Eine objektive Methode ist bei derartigen Prüfungen durchaus wünschenswert, darin sind sich Sachverständige sowie Prüfpflichtige einig, denn häufig kommt es bei der bisher gängigen Prüfmethode zu Differenzen zwischen eben jenen.

Das SFA-Testsystem

Die Prüftechnologie

Im ersten Schritt werden in den Beton der Auffangwanne einige Bohrungen eingebracht. Deren Anzahl hängt von der Größe der zu prüfenden Fläche ab.

Diese Bohrungen dienen dazu, um mithilfe eines Filtersystems gereinigte Luft mit dem jeweils benötigten Druck unter die zu prüfende Fläche zu pumpen und mit einem speziellen Messgerät den Gegendruck zu messen.

Ergibt die Messung den erforderlichen Druck, wird dann Seifenlauge auf die Fläche aufgetragen und gleichmäßig verteilt. Ähnlich wie bei der Dichtigkeitsprüfung eines Fahrradschlauchs zeigen auch hier auftretende Luftblasen die zu reparierenden Bereiche auf. Dabei kann es sich sowohl um Risse in Betonflächen oder auch um undichte Fugen handeln.

Die Frage ist: Wie tief geht der Riss tatsächlich?

SFA System

Das mobile System ist in Innen- und Außenbereichen flexibel einsetzbar Es lässt sich einfach in einem Kleinbus transportieren und benötigt vor Ort nur einen Wasseranschluss. – Bild: SFA Münster

Da es bei einer Sichtprüfung nicht möglich ist, durch den jeweiligen Boden oder die Auffangwanne hindurch zu blicken, kommt es häufig zu Diskussionen. Die Frage ist dann, ob die Wanne tatsächlich Leckagen an der jeweiligen Stelle aufweist und repariert werden muss – oder ob der Riss im Beton oder der Beschichtung nur bis kurz unter die Oberfläche reicht.

Natürlich gibt es auch Unternehmen, für die genau an dieser Stelle die Vorschrift greift: Muss beispielsweise eine bestimmte Wannenbeschichtung verwendet werden, ist diese bei oberflächlichen Beschädigungen unverzüglich aufzuarbeiten.

Ein weiteres Problem der Sichtprüfung stellen nicht gut einsehbare, kleine und dementsprechend schlechter überprüfbare Stellen an VAwS Wannen dar, wie beispielsweise Fugen.

Genau an diesen Schwachstellen der Sichtprüfung setzt das von SFA entwickelte Testsystem an. Das Lufttestsystem ist vergleichbar mit der Detektion eines Lochs in einem Fahrradschlauch, den man dafür unter Wasser drückt, um nach Luftblasen Ausschau zu halten. Mithilfe einiger gezielter Bohrungen, einer Luftdruckpumpe und einem Gegenmessgerät sowie einer Seifenlauge ist das Prüfsystem von SFA schnell aufgebaut und einsatzbereit.

Da es sich um ein mobiles System handelt, welches in einem Kleinbus transportiert werden kann, ist es in Innen- und Außenbereichen flexibel einsetzbar. Voraussetzung ist nur, dass Wasser vor Ort zur Verfügung steht. Der Zeitaufwand ist wesentlich geringer als bei einer Sichtprüfung.

Auch Fachleute der Firma AkzoNobel am Standort Greiz, wie Christian Pechtl, Leiter der Instandhaltung, sind begeistert: “Es ist eine entspannte Prüfmöglichkeit, die sozusagen die Fläche transparent werden lässt”, so Pechtl. “Dabei biete die Methode neben den regulären Prüfungen auch noch weiteres Potenzial, so etwa wenn Reparaturen mithilfe des Lufttestsystems überprüft werden können.”

Besonders hervorzuheben sei bei der Zusammenarbeit zwischen AkzoNobel und SFA Testsysteme(n) nach Meinung eines weiteren verantwortlichen Mitarbeiters von AkzoNobel, Dr. Dirk Müller, Leiter Engineering, die Terminvereinbarung und problemlose und schnelle Prüfungsdurchführung: “Bei einer etwa 610 Quadratmeter großen Fläche, inklusive Erstbohrungen der Löcher, dauerte die Prüfung gerade einmal einen Tag. Sie bietet neben der Vermeidung unnötiger Reparaturen auch noch die Möglichkeit, schwer erkennbare, aber relevante Schäden, erkennbar zu machen.

Kontakt:
SFA Münster, Tel.: 0251 980 2480, E-Mail: muenster@sfa-testsysteme.de