Fotolia_25715285_Subscription_XL_thumbnail

Die Rohrsanierung ist deshalb eine notwendige, aber teure Maßnahme Die Kosten lassen sich aber beträchtlich senken, wenn es gelingt, undichte Stellen vorab zu ermitteln Rund 70 % der Abwasserrohre auf privaten Grundstücken in Deutschland sind undicht – das ergaben Untersuchungen von Kommunen Vor allem Leitungen mit Baujahren vor 1965 sind häufig davon betroffen Rund 70 % der Abwasserrohre auf privaten Grundstücken in Deutschland sind undicht – das ergaben Untersuchungen von Kommunen. Vor allem Leitungen mit Baujahren vor 1965 sind häufig davon betroffen.

Fotolia_25715285_Subscription_XL_thumbnail

© fotorobert167 – Fotolia.com

Mit der Pflicht zur Dichtheitsprüfung nach DIN 1986-30 bis zum 31.12.2015 sind Hauseigentümer, Immobiliengesellschaften und Gewerbebetriebe gehalten, eine Erstprüfung sämtlicher Grundstücksentwässerungsleitungen durchzuführen und diese bei Defekten reparieren zu lassen. Damit soll verhindert werden, dass durch Risse oder Löcher Abwasser in den Boden dringt und das Grundwasser verschmutzt. Auch die Versicherungsgesellschaften haben darauf reagiert und schließen zunehmend bei älteren Systemen eine Gebäudeversicherung gegen Wasserschäden nur noch ab, wenn ein Dichtenachweis vorliegt, der nicht älter als 5 Jahre ist.
Die Kosten für eine Kamerainspektion bei der Erstprüfung liegen zwischen 200 und 500 Euro. Ein Hausbesitzer kann dagegen mit einer Rechnung über mehrere Tausend Euro rechnen, wenn seine Abwasserleitung saniert werden muss. denn wenn etwa keine Entwässerungspläne mehr existieren, muss das gesamte System mit dem Bagger freigelegt werden. Diese Kosten lassen sich erheblich reduzieren, wenn vorher der Rohrverlauf und die Orte von Rohrschäden genau bekannt sind.
Die Branchen Sanitär, Kanalsystem- und Abwassertechnik, Kanalreinigung, Tiefbau und die Kommunalen Verwaltungen stehen vor den gewaltigen Aufgaben, etwa 540.000  km öffentlicher Kanalsysteme überprüfen zu müssen, bei privaten Grundstücksentwässerungsanlagen gehen die Schätzungen sogar auf doppelt so viele Kilometer. Zu schaffen ist das nur mit einer leistungsfähigen und robusten Inspektionstechnik.
KATIMEX Cielker hat vor diesem Hintergrund sein Sortiment von Kamera-Inspektionssystemen erweitert. Mit der neuen Serie Kati KIS stehen vier Geräte verschiedener Größen zur Auswahl. Die Kombination aus dem schubstabilen Polykat-Glasfiberband und lichtstarken Kameraköpfen ist speziell zur Inspektion von Abwasserkanälen und Hohlräumen geeignet.
Angeboten werden die Systeme in den Typen Kati KIS 50, 70, 90 und 125. Die Ziffern bezeichnen die Bogengängigkeit der Kamera. Sie gibt die Biegsamkeit des Kameraaufsatzes an, die etwa bei der KIS 50 eine Bogengängigkeit von DN 50-80º und damit die Fähigkeit beschreibt, in weit verzweigte Entwässerungsanlagen vorzudringen und Bögen bis 80 Grad zu durchfahren.
Der Kamerakopf im Edelstahlgehäuse ist durch ein kratzfestes, nanobeschichtetes Glas geschützt, wasserdicht bis 4 bar bei der KIS 50 und bis 5 bar bei den größeren Systemen. Die Weitwinkel-Objektive reichen von 87 Grad bis 97 Grad.
Ein großer Vorteil bei der extremen Arbeitsumgebung der Rohre ist die sehr hohe Lichtempfindlichkeit des Sensors, bei der Kati KIS 50 mit 0,05 Lux und alle anderen Systeme mit 0,01 Lux. Unterstützt wird das Bild durch ultrahelle LEDs. Übertragen wird das Signal über das Polykat-Glasfaserprofil mit integrierten Kupferdrähten in Längen von 40 bis 60 m. Das Profil Polykat hat einen Kern aus Glasfasern und einen widerstandsfähigen Schutzmantel aus Polypropylen. Die Glasfasern sind in elastisches Polyesterharz eingebettet und werden durch eine Kreuzschlagwicklung zu einem kompakten Kern gebunden. Damit gelingt es dem Glasfaserband, sich flexibel um enge Rohrbögen zu biegen und gleichzeitig die Schubstabilität einer starren Stange zu erreichen. Das ist ein großer Vorteil bei verwinkelten Rohrstrecken und langen Wegen, da hier die Gefahr eines Abknicken und Bruchs des Glasfaserprofils erheblich geringer wird als bei Standard-Gfkbändern anderer Kanalkameras. Bei den KIS-Typen werden Polykat-Profile von 4,5 mm bis 9 mm Stärke angeboten.

Bild 2_thumbnail

KIS-Kamerasystem: Die stabilen Gestelle von KATIMEX haben sich schon über viele Jahre in der Kabelverlegetechnik bewährt.

Das Bildsignal wird auf einem Sony CCD ¼“ Kamerachip mit 480 TV Linien und automatischem Weißabgleich geführt. Die Darstellung auf dem LCD-Monitor 5,6“ mit einer Auflösung von 752 x 582 px ist gestochen scharf und verpixelt auch dann nicht, wenn das Glasfaserband von der Haspel abgerollt und die Kamera durch das Rohr geschoben wird. Eine störungsfreie Videoaufzeichnung ist somit über die gesamte Inspektionsstrecke gewährleistet.
Bei den Systemen Kati KIS 90 und 125 bildet das Display durch automatischen Horizontalausgleich ein aufrechtstehendes Bild ab, selbst wenn der Kamerakopf im Kanalrohr durch den Vorschub rotiert. Gesichert ist der Monitor in einem Aluminium-Schutzgehäuse mit einer Lichtschutzblende.
Unterhalb des Monitors befinden sich die Steuereinheit und die Stromversorgung (230 V 50 Hz und 12 V Batterieanschluss) in einer Box. Optional können darin ein digitales Längenmessgerät mit der Meteranzeige im Monitor sowie ein digitaler Video-Recorder mit einer 2-GB-SD-Card untergebracht werden.
Videoaufzeichnungen sind für die Dokumentation, etwa in einem Versicherungsfall, unverzichtbar. Hier gilt: keine Dokumentation – keine Versicherungsleistung. Ein Tipp: vertragsmäßig sind nur Rohrbrüche ein Versicherungsfall, dann werden auch die Kosten für die TV-Inspektion mit übernommen. Aber Abflusshindernisse wie Wurzeleinwuchs, eintragende Rohrstutzen, defekte Dichtungen oder gelöste Rohrverbindungen sind kein Versicherungsfall und es erfolgt keine Erstattung.

Kontakt:
KATIMEX Cielker
Tel.: 06597 9277 28
www.katimex.de