Die Vermessung der Welt

18Eisenhüttenstadt ist ein von der Metallurgie geprägter Industriestandort. Die Ferrostaal Maintenance Eisenhüttenstadt hat sich dort als Partner im Maschinen- und Anlagenbau, bei der industriellen Instandhaltung sowie bei Industriemontagen und Anlagenumbauten etabliert. Die Profitcenter des Dienstleisters bearbeiten dabei fast ausschließlich Werkstücke, Konstruktionen oder Anlagen mit großen Abmessungen.

Seit geraumer Zeit suchten die Ingenieure des Unternehmens nach einem Messsystem, mit dessen Hilfe sich
die Werkzeugmaschineninstandsetzung schon im Zuge des Arbeitsprozesses überwachen lässt. Dabei wurden sie auf den Laser Tracker aufmerksam.

Ein solches Messsystem erschien ihnen für den Einsatz in der Instandhaltung und zur Qualitätssicherung geeignet zu sein, so dass sie im Frühjahr 2007 schließlich einen Laser Tracker der Firma API anschafften. „Das Hauptkriterium für dies Entscheidung waren die überaus kompakten Abmessungen des Gesamtsystems. Da es häufig transportiert werden muss, ist das ein großer Vorteil. Zudem überzeugte uns der Eignungsnachweis durch Vergleichen der Testmessungen, die wir im Vorfeld mit Produkten verschiedener Anbietern durchführten, und nicht zuletzt auch gute Erfahrungen bei mit uns befreundeten Unternehmen”, blickt Dieter Zellin, Leiter Maschinenbau bei der Ferrostaal Maintenance Eisenhüttenstadt, der Initiator der Anschaffung des laserbasierten Messsystems, zurück.

Das mobile Messsystem wird bei Ferrostaal Maintenance in verschieden Bereichen eingesetzt, etwa für Messungen im Rahmen von zyklischen Inspektionen eigener Werkzeugmaschinen. An einem NC-gesteuerten Großbohrwerk, mit dem sich Werkstücke bis 28 m Länge bearbeiten lassen, dient der API Laser Tracker zum Vermessen der Geometrien, sowohl der Bahn als auch des Turms und der Spindel. Er ermöglicht jedoch nicht nur Zustandsbewertungen während des Arbeitsprozesses im eingespannten Zustand, sondern erleichtert auch die Bestandsaufnahmen vor der Regenerierung von Werkstücken. Zudem wird das Gerät auch bei der Ermittlung von Form- und Lagetoleranzen eingesetzt. Das war mit den bisher zur Verfügung stehenden Messmitteln nicht möglich.

Künftig will die Ferrostaal Maintenance den Laser Tracker aber nicht nur für die zyklische Überholung von Eigenmaschinen nutzen, sondern plant auch den Einsatz bei Walzenschleifmaschinen der eigenen Kunden. Das geschieht beispielsweise im benachbarten Stahlwerk sowie bei der Regenerierung für Stranggussanlagen und Gießbögen. Hier kann der Laser Tracker für die Zustandsaufnahme eingesetzt werden, um die Qualität der durch Auftragsschweißen und anschließenden Feinschliff regenerierten Walzen zu überprüfen.

Noch größere Teile gilt es in der Großgetrieberegenerierung und -reparatur zu vermessen. Auftraggeber sind Kunden wie SMS Demag AG, Renk und Vattenfall. Diese Unternehmen liefern Getriebegehäuse und Getriebeeinbauteile zur Aufarbeitung an. Der Laser Tracker hat sich hier insbesondere bei der Vermessung der Form- und Lagetoleranzen der großen Gussteile bewährt. Denn seine Fähigkeit, sehr steil nach oben oder unten messen zu können, ermöglicht einen bauteilnahen Einsatz auch in beengten Umgebungen.

„Wir waren von der Flexibilität des mobilen Messsystems, das in wenigen Minuten aufgebaut und einsatzbereit ist, von Anfang an beeindruckt. Der Einsatz des Laser Trackers bietet erhebliche Zeiteinsparungen, weil Werkstücktransporten zu den stationären Messmaschinen entfallen. Gemessen werden die Teile nun an Ort und Stelle, häufig im eingespannten Zustand auf der Bearbeitungsmaschine. Vorteilhaft ist auch, dass das mit dem Tracker eingesetzte Softwaresystem ,Metrolog’ bereits auf unseren Messmaschinen läuft”, stellt Zellin zufrieden fest.

API Automated Precision Inc.,

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