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Das spezifische Schwingungsbild einer Auswuchtmaschine setzt sich zusammen aus physikalischen Parametern verschiedener Bereiche. Dazu zählen etwa das Drehzahl-Verhalten, die Unwuchtschwingung oder der Unwuchtverlauf. Von jeder neuen Maschine zeichnen die Serviceingenieure des Herstellers  Schenck RoTec nun – vor der Auslieferung und im Moment der Erstinbetriebnahme – ihr erstes Schwingungsbild anlagenspezifisch auf. Dieser frische „Fingerprint“ wird dann bei Schenck RoTec in Darmstadt archiviert. Er dient als Vergleichsbasis für die im Rahmen späterer Routinewartungen gemessenen Schwingungsbilder.

Wie aber werden die Messwerte für den späteren Abgleich gewonnen? Ganz einfach: Die Analyse der Maschinensignale und die Bewertung des jeweils aktuellen Schwingungsbildes erfolgen mit der vorhandenen CAB-Messtechnik und den Schwingungsaufnehmern der Maschine. Das bedeutet: Der Maschinenzustand kann ohne die Installation zusätzlicher Mess- und Analysetechnik beurteilt werden.

Auswuchten
Von Carl Schenck bis heute

Auswuchtmaschinen bestimmen anhand einer Drehbewegung und einer dynamischen Kraftmessung an der Drehachse die Masse, den Winkel und die Seite des rotierenden Bauteils, an dem Ausgleichsgewichte oder -bohrungen angebracht werden müssen.
Schon zu Zeiten der Dampfmaschine bestand bei mangelhafter Auswuchtgüte und hohen Drehzahlen die Gefahr von Kesselexplosionen und Schwungradbrüchen. Außerdem verschlissen die Lager schnell.
1942 reichte Carl Schenck das Patent „Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten durch Ermittlung der Winkellage der Unwucht mittels periodischer auf Schirm eines Oszillographen aufgezeichneter Kurve“, ein. Diese erste serienreife Lösung bot hohe Messgenauigkeit und wurde noch während des Zweiten Weltkrieges zum Auswuchten von Schiffskreiseln eingesetzt. Später etablierten sich die kraftmessenden Maschinen. Bei ihrem Einsatz ist keine rotorspezifische Kalibrierung notwendig. Der Wuchter musste nur noch die wesentlichen geometrischen Abmessungen eingeben und kann den Wuchtlauf starten. Bereits nach dem ersten Lauf werden Unwucht in Größe und Winkellage direkt angezeigt.

 

Die in regelmäßigen Zyklen bei der vorbeugenden Wartung gezogenen Fingerprints überspielt der Servicetechniker von Schenck RoTec an das Servicezentrum nach Darmstadt. Hier wird der aktuelle Wert vollautomatisch mit dem

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Der frische „Fingerprint“ jeder neuen Auswuchtmaschine wird bei Schenck RoTec in Darmstadt archiviert.

archivierten Ur-Fingerprint verglichen. Nur wenige Minuten danach erhält der Servicetechniker beim Maschinenanwender das Ergebnis der Auswertung, aus dem er Rückschlüsse auf den aktuellen Zustand der Auswuchtmaschine ziehen kann. Verschleiß, Fehler oder Schäden lassen sich bewerten und bevorstehende Probleme frühzeitig erkennen. Im Rahmen der vorbeugenden Wartung können nötige Reparaturen sinnvoll und vorausschauend geplant werden.

Der „Fingerprint-Service“ von Schenck RoTec endet aber nicht mit der Übermittlung der Abgleichsergebnisse. Sobald nämlich ein Fehler erkannt wird, kann der Servicetechniker sofort auf Basis der detaillierten Analyse und des Zustandsberichts aus dem Servicezentrum vor Ort die nötigen Instandsetzungsmaßnahmen einleiten. Die Maschine ist somit schneller wieder einsatzbereit als früher. Mit seinem neuen „Fingerprint-Service“ bietet Schenck RoTec somit ein schlankes und schnelles Instrument für die Zustandsüberwachung im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung von Auswuchtmaschinen an, mit dem sich der Wartungsaufwand merklich reduzieren lässt. Voraussetzungen für die Nutzung des Servicetools sind ein Messgerät der CAB900 Serie mit aktueller Softwareversion sowie ein entsprechender Wartungsvertrag.

Kontakt:Schenck RoTec GmbH
Tel.: 061 51  323167
Email: wolfgang.kunkel@schenck.net
www.schenck-rotec.com