UltraschallSpion

Der UltraschallSpion ‒ bestehend aus Ultraschallgenerator, Sonde sowie schalldichten Kopfhörern ‒ spürt auch in Produktionsbereichen mit lauter Umgebung zuverlässig Leckagen auf. - Bild: Richard Chambers

UltraschallSpion

Der UltraschallSpion ‒ bestehend aus Ultraschallgenerator, Sonde sowie schalldichten Kopfhörern ‒ spürt auch in Produktionsbereichen mit lauter Umgebung zuverlässig Leckagen auf. – Bild: Richard Chambers

Unvorhergesehene Wartungsarbeiten wegen defekter Bauteile können zu einem erhöhten Bedarf an Ersatzteilen, unzufriedenen Kunden und großem zusätzlichem Arbeitsaufwand verbunden mit unwägbaren Kosten führen. Mithilfe des UltraschallSpion lassen sich mögliche Ursachen für solche Fehlfunktionen frühzeitig identifizieren.

Bisher wurde die Mechanik dafür mithilfe eines Pocketcomputers überwacht. Um die Geräusche bewerten und den Verschleiß beobachten zu können, mussten die Messergebnisse auf dem PC im Büro eingespielt, gespeichert und bewertet werden. Dieser Schritt entfällt mit der neuen InCTRL-App, die sich nunmehr als Schlüsselkomponente der Monitoring-Lösung nahtlos in die bestehenden Instandhaltungsprozesse einfügt und hilft, diese zu verbessern. Auch die Kommunikation und Integration im gesamten Unternehmen werden durch die Archivierung in der Cloud erleichtert.

Charakteristische Geräusche warnen vor Ausfällen

Der Einsatz der Ultraschall-Technik ist besonders für sich bewegende, mechanische Komponenten wie Lager, Getriebe, Motoren oder Kompressoren geeignet. Bereits im Anfangsstadium können dabei fehlerhafte Bauteile, Gasleckagen, schadhafte Dichtungen oder mechanische Schäden – sogar an schwer erreichbaren Stellen – anhand charakteristischer Geräusche, die diese Schäden auf einer Frequenz von 40 Kilohertz erzeugen, identifiziert werden. Hervorgerufen werden diese durch Reibung, Stöße, Verwirbelungen und elektrische Entladungen. Zwar tritt etwa Reibung teilweise ganz natürlich auf, doch wird diese zu groß, kommt es zu Problemen – im schlimmsten Fall mit der Folge eines Produktionsstillstands.

Deshalb sollte auf möglichst gleichbleibende Rahmenbedingungen geachtet werden, damit Schwankungen in den Messwerten nicht etwa auf eine andere Geschwindigkeit oder Belastung zurückgehen. Wird das berücksichtigt, lassen sich Veränderungen sehr viel früher, schneller und einfacher erkennen, als dies mit Infrarot- oder Schwingungsanalyse möglich ist, kostspielige Reparaturen fallen im besten Fall gar nicht erst an und unvorhergesehene Ausfälle werden vermieden.

Das Grundgerät

UltraschallSpion – von USA nach Germany

In der präventiven Instandhaltung gab es lange Zeit bei der Ortung von Leckagen oder Reibungsvorgängen nur die Möglichkeit, sich auf unkonventionelle Diagnosemethoden wie die Hörprobe oder den Seifenlaugentest zu verlassen. Später kamen recht kostenintensive Geräte zur Infrarot- beziehungsweise Schwingungsdiagnostik auf den Markt.

Als Alternative bewährt sich seit geraumer Zeit in allen Bereichen der Industrie ein Gerät aus den USA, das auf Ultraschallbasis arbeitet. Der sogenannte UltraschallSpion, der in Deutschland von der Richard Chambers GmbH vertrieben wird, überzeugte sogar die NASA. Er hilft, Fehlfunktionen – unabhängig davon, ob elektronische Bauteile davon betroffen sind oder die Mechanik, ob es sich um Leckagen von Gas, Pressluft oder im hydraulischen System handelt – bei überschaubarem Kostenaufwand bereits im Anfangsstadium festzustellen.

Durch eine neue App für Android-Mobilgeräte steht jetzt eine noch effektivere Möglichkeit zur Verfügung, Ultraschall-Betriebsgeräusche aufzunehmen und zur Bewertung in die InCTRL-Cloud hochzuladen.

Abgleich mit früheren Aufnahmen zeigt Entwicklung

InCTRL Phone

Nach erfolgreicher Messung erscheint ein Graph auf dem Display, der die aktuelle Aufnahme mit den früher angelegten Audiospuren und dem empfohlenen Grenzwert vergleicht. – Bild: Richard Chambers

Dazu wird der Ultraschall direkt vom Handgerät abgenommen und über das Smartphone in ein cloud-basiertes Programm für Verlaufsvergleich und -analyse hochgeladen. Um eine Messung vorzunehmen, sollte vorher überprüft werden, ob der Empfänger passend zum Setting des Testpunkts eingestellt ist. Die Aufnahme wird als Datei gespeichert, sodass der Upload – wenn weder WLAN noch eine schnelle mobile Datenverbindung zur Verfügung stehen – automatisch bei nächster Gelegenheit durchgeführt werden kann. Wurde der Vorgang erfolgreich abgeschlossen, erscheint ein Graph auf dem Display, der die Informationen der Aufnahme mit den früher angelegten Audiospuren und zuvor festgelegten Grenzwert vergleicht. So weiß der Nutzer, noch bevor er wieder im Büro ist, wie die neue Messung einzuordnen ist.

Wird die kritische Schwelle überschritten, sendet das Programm dem Zuständigen eine automatische E-Mail-Benachrichtigung. Nach entsprechenden Gegenmaßnahmen, etwa einer Reparatur oder dem Einbau eines Ersatzteils, sollte der Erfolg umgehend durch eine weitere Messung überprüft werden. Durch die optionale Verwendung von Bluetooth als Systemergänzung kann – ganz ohne Kabel – die Verbindung vom Spion zum Kopfhörer beziehungsweise zum Tablet hergestellt werden. Der maximale Abstand beträgt dabei bis zu zehn Meter. So können etwa Azubis, statt bei der Schulung nur den Ausführungen des Meisters zuzuhören, auch direkt nachvollziehen, wovon die Rede ist, oder zwei Kollegen können gemeinsam die Untersuchung vornehmen, was bei einer Kabelverbindung in vielen Fällen schwierig bis unmöglich war. Außerdem haben die hochwertigen Kopfhörer den Vorteil, dass sie den Lärm in der Umgebung nicht nur wie die Modelle, die bisher eingesetzt wurden, um circa 25 dB dämpfen, sondern – da sie mit White Sound funktionieren – Außengeräusche fast komplett absorbieren. Dadurch sind noch leisere Töne hörbar und feinere Nuancen wahrnehmbar, sodass in der Folge auch sehr kleine Leckagen entdeckt werden können.

Die Rechte an den Daten bleiben beim Kunden

InCTRL App

Über die InCTRL-App werden die Messergebnisse in ein cloud-basiertes Programm für Verlaufsvergleich und -analyse hochgeladen. – Bild: Richard Chambers

Die InCTRL-App für Android-Geräte kann kostenfrei im Google Play Store heruntergeladen und als Abonnement genutzt werden; ein geeignetes Kabel zur Verbindung des Spions mit dem Smartphone wird auf Anfrage zugeschickt. Je nachdem an wie vielen Testpunkten gemessen werden soll und wie viele Nutzer mit dem System arbeiten, gibt es verschiedene Versionen der Software.

Der Zugang zu InCTRL erfolgt direkt über den Standard-Webbrowser und ist durch einen persönlichen Login gesichert. Über den Account können die Standorte und Testpunkte eingerichtet und jederzeit aktualisiert werden. Die Rechte an den Daten verbleiben jeweils beim Kunden, CTRL verwaltet sie lediglich.

Um die Funktionen nutzen zu können, ist kein IT-Support notwendig, es muss – anders als früher – keine zusätzliche Software installiert und keine Datenbank konfiguriert werden. Dadurch entfällt auf Kundenseite die IT-Einbindung und die Hardwarekosten werden reduziert.

Besonders interessant ist die Archivierung in der Cloud dann, wenn mehrere Maschinen geprüft werden sollen oder verschiedene Personen mit der Überwachung betraut sind. Unternehmen mit mehreren Standorten können außerdem Berichte, die für die höchste Aufsichts- und Verantwortungsebene relevant sind, bequem an die entsprechenden Stellen schicken.

Kontakt:

Richard Chambers GmbH, Tel.: 089 9035638, E-Mail: chambers@qmi.de