TWE Vernadelung

Komplexe Technologie: Anlagenstraßen von bis zu 100 Metern Länge setzen sich teils zusammen aus Aggregaten zahlreicher Anlagenbauer. - Bild: TWE

TWE Vernadelung

Komplexe Technologie: Anlagenstraßen von bis zu 100 Metern Länge setzen sich teils zusammen aus Aggregaten zahlreicher Anlagenbauer. – Bild: TWE

Der Slogan TWE-Group “Smart ist, wenn sich Material und Kompetenz optimal ergänzen” beschreibt die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens: Mit über 1.300 Mitarbeitern an 13 Produktionsstandorten in Europa, Asien und Nordamerika zählt TWE zu den weltweit führenden Unternehmen der Vliesstoffbranche. Im Bereich kardierter Vliesstoffe für Anwendungsbereiche wie Filtration, Mobiltech, Hygiene & Medical, Building & Construction sowie Haushalt bis hin zur Bekleidungs- und Möbelindustrie befindet sich TWE weltweit unter den Top 10.

Größe trifft Komplexität

Der TWE Standort Dierdorf ist innerhalb der TWE Group eines der Schlüsselwerke. Beim Blick in die Westerwälder Produktionsstätte wird die ganze Komplexität des Herstellungsprozesses offensichtlich. Weil Vliesstoff nicht gleich Vliesstoff ist und je nach Anwendung feuerfest oder verformbar, lichtecht oder leitfähig, dick oder dünn, in breiten oder schmalen Bahnen nachgefragt wird, trifft in Dierdorf schiere Größe auf technische Vielfalt. Anlagenstraßen von bis zu 100 Metern Länge und vier Metern Breite setzen sich teils zusammen aus Aggregaten mehrerer Anlagenbauer, wobei TWE mit Lieferanten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien oder den USA zusammenarbeitet. Analoge Anlageneinheiten sind mit digitalen gekoppelt – hier exzellente Maschinenverfügbarkeiten bei gleichzeitig niedrigen Instandhaltungskosten zu realisieren, ist eine echte Herausforderung für die Elektrowerkstatt, Schlosserei und den Technischen Service bei TWE in Dierdorf.

Neue Zeiten – neue Lösungen

TWE Vliesstoffe

Im Bereich kardierter Vliesstoffe für Anwendungsbereiche wie Filtration, Mobiltech, Building & Construction bis hin zur Bekleidungs- und Möbelindustrie befindet sich TWE weltweit unter den Top 10. – Bild: TWE

Mario Eisen, Leiter elektrische Instandhaltung bei TWE in Dierdorf, erinnert sich an die Zeiten korrektiver Instandhaltung mit Reparatur nach Ausfall: “Vor der Einführung von GS-Service wurde größtenteils ‘auf Bruch’ gefahren. Feste Wartungstage waren eine Seltenheit.”

Unvorhergesehene Stillstände, nicht planbares Arbeitsaufkommen in der Instandhaltung und die Suche bzw. der Umbau von Ausweichanlagen sind da nur ein Aspekt. Auch die Energie- und Materialeffizienz, personen-/abteilungsgebundene Erfassung des Instandhaltungsaufwands und Dokumentation wirken als erfolgskritische Faktoren moderner Fertigung. Hier setzt TWE Dierdorf heute auf das Instandhaltungssystem GS-Service. “Mit GS-Service”, so Mario Eisen, “werden alle Anlagen erfasst und im Rahmen der Vorsorge entsprechende Wartungs- und Inspektionsintervalle zur Sicherstellung der Funktionsbereitschaft und eines energieeffizienten Betriebes festgelegt und überwacht. Als dem ERP nachgeordnetes System integriert GS-Service Planungs-, Dokumentations- und Überwachungsfunktionen und betriebswirtschaftliche Anwendungen zu einem Informations- und Managementsystem.

Instandhaltung im 3-Schichtbetrieb

TWE Vliesstoff

Vliesstoffe sind ein begehrtes Material. So werden sie etwa in der Schuh- und Lederwarenindustrie als Futterstoffe eingesetzt, zur Verstärkung von Zwischenlagen oder auch als Sohlenmaterial. – Bild: TWE

Elektrowerkstatt, Schlosserei und Technischer Service bei TWE Dierdorf nutzen GS-Service als “große Datenbank”, in der Dokumente auch zur Fehleranalyse nachgelesen werden können”, erläutert Mario Eisen. “Via GS-Service werden außerdem die Informationen an andere Schichten weitergegeben.”

Zu diesem Zweck bietet GS-Service seit der Version 4.0 verschiedene Standards (Aufgaben, Ereignisse, Bestands-/Budgetabweichungen) zur gezielten Information über den GS-Benachrichtigungsdienst. Der hat sich im 3-Schichtbetrieb bei TWE bewährt: Ereignisse werden in GS-Service erfasst und pro Schicht ein Ereignisbericht über eine einfache Anwendung in Microsoft Excel erstellt und abgelegt. Die Anwendung erzeugt zudem die notwendigen Einträge für den GS-Benachrichtigungsdienst in der Datenbank. Der GS-Benachrichtigungsdienst verarbeitet die Datenbankeinträge nach Schichtende und sorgt für den Versand des Berichts per E-Mail. Schichtübergreifend weist GS-Service das TWE-Team darüber hinaus auf turnusmäßig fällige interne und externe Wartungen hin. Von Vorteil: In GS-Service sind für verschiedene Ereignistypen bereits Aufgaben vordefiniert, die bekannte Lösungsstrategien berücksichtigen. Es werden demnach Aufgaben generiert, wonach das benötigte Personal nach Qualifikation und Verfügbarkeit sowie die Ressourcen (Gerätschaften/Materialien) disponiert werden können.

Die Software

GS-Service mit offener Systemarchitektur

Die objektorientierte Software – als skalierbare Client-/Server-Lösung konzipiert – baut auf einer Standardtechnologie auf und arbeitet unter Microsoft-Betriebssystemen. Durch die offene Systemarchitektur lässt sich GS-Service an andere Systeme (GIS, ERP) – TWE in Dierdorf nutzt SAP – ankoppeln.

GS-Service erfasst als zentraler Datenpool nicht nur Abwicklung und Auswertung der Instandhaltungsaufgaben bei TWE, sondern “auch die geleisteten Arbeitsstunden der Handwerker”. Die im Auftragsbogen gemeldeten Daten über Dauer lassen sich demnach zur kostenstellenorientierten Kostenermittlung nutzen. Bei externen Audits lassen sich mit GS-Service Wartungsprotokolle in Text und Bild lückenlos vorweisen.

In Zeiten, da nicht nur unabhängige Prüfstellen und Zertifizierer, sondern auch Auftraggeber speziell aus dem Automotive- und Medizintechnik-Bereich bei Zulieferern Normen vorschreiben, die bis in die Produktion reichen, ist das ein unschätzbarer Vorteil.

Prozess der “Ständigen Verbesserung”

TWE Anlagen

Komplexe Technologie: Anlagenstraßen von bis zu 100 Metern Länge setzen sich teils zusammen aus Aggregaten zahlreicher Anlagenbauer. – Bild: TWE

Die mit GS-Service realisierte, neue Instandhaltungsstrategie ist ein Baustein des Prinzips der “Ständigen Verbesserung” im Dierdorfer TWE-Werk. Mario Eisen erläutert: “Unsere Produkte und Prozesse werden regelmäßig überwacht und gesteuert. Abweichungen werden durch kontinuierliche Messung oder Auditierung mit den Zielvorgaben verglichen. Bei Abweichungen werden geeignete Maßnahmen zur Korrektur und Prävention veranlasst. Hierbei wird besonders auf Wiederholfehler geachtet, die detailliert auf ihre Ursachen hin analysiert und durch geeignete Maßnahmen abgestellt werden. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird durch geeignete Kontrollen überwacht und sichergestellt.”

Was geeignet zur Optimierung ist und was nicht – diesbezüglich hat TWE durchaus eigene Vorstellungen. GS-Service zum Beispiel wurde nach Schulung in Inhouse-Seminaren durch GreenGate nahezu komplett selbstständig von TWE implementiert und feinjustiert. Die flexibel gehandelte Integration der Software flankierte GreenGate mit Support nach Bedarf: “Schneller Service, kompetente Mitarbeiter, vor allem geht GreenGate auf die Wünsche der Anwender ein”, konstatiert Mario Eisen, der auch die GreenGate Workshops und Anwendertreffen als wichtig erachtet. Der Dialog zwischen Softwareanbieter und -anwender generiert in absehbarer Zukunft eine neue, zusätzliche Lösung. Mario Eisen: “Demnächst werden wir eine Erweiterung von GS-Service bei GreenGate bestellen – nach einer Idee von uns, um die Protokolle zu verbessern.”

Kontakt:
GreenGate AG, Tel.: 02243 923070, E-Mail: info@greengate.de
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