Telegaertner Wartungsdienst

M2M für schnelle Reaktion: Erkennt das System eine Störung, alarmiert es automatisch den Wartungsdienst via E-Mail oder SMS.

Telegaertner Wartungsdienst

M2M für schnelle Reaktion: Erkennt das System eine Störung, alarmiert es automatisch den Wartungsdienst via E-Mail oder SMS.

Laut Statistik sind Aufzüge das meistbenutzte und sicherste Transportmittel der Welt. Dennoch treibt die Vorstellung, zwischen den Etagen stecken zu bleiben, vielen Menschen Angstschweiß auf die Stirn. Der letzte Rettungsanker im Notfall ist das in der Aufzugskabine eingelassene Kommunikationssystem. Wie wichtig eine verlässliche Notrufeinrichtung ist, weiß auch OTIS, der weltgrößte Hersteller von Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen. Rund um den Globus sind über 2,4 Millionen Aufzüge des Unternehmens in Betrieb. Allein in Deutschland ist OTIS mit über 100 Standorten und 1.200 Servicetechnikern vertreten. Um die ununterbrochene Funktionstüchtigkeit der Notrufanlagen in OTIS Aufzügen zu sichern und die Wartung zu vereinfachen, suchte das Unternehmen eine Lösung für die Fernüberwachung.

Fündig wurde OTIS beim Telekom IT-Partner Telegärtner Elektronik GmbH. Das Unternehmen entwickelt und produziert Notruftechnik, die weltweit im Einsatz ist. Das Besondere der neuen Generation an Notruflösungen: Sie sind via Mobilfunk an die Zentrale angebunden und funktionieren unabhängig von Festnetzleitungen. Jede Störung – auch zwischen den festgelegten Wartungsintervallen – wird dadurch sofort registriert. Grundlage des Systems ist die Machine-to-Machine-Kommunikation, der automatische Datenaustausch zwischen Geräten untereinander oder mit einer Leitstelle.

Kontinuierliche Überprüfung

Als überwachungsbedürftige Anlagen unterliegen Aufzüge einer Reihe von gesetzlichen Bestimmungen, die auch den Notruf betreffen. Gemäß der EU-Richtlinie 95/16/EG „müssen [die Fahrkörbe] über ein in beide Richtungen funktionierendes Kommunikationssystem verfügen, das eine ständige Verbindung mit einem rasch einsatzbereiten Notdienst ermöglicht.“ Ebenso wie andere Sicherheitseinrichtungen – sei es die Fangvorrichtung oder der Geschwindigkeitsbegrenzer – muss die Notrufeinrichtung regelmäßig geprüft werden. Die Prüffristen ergeben sich auf Grundlage einer sicherheitstechnischen Bewertung. Das Problem: Wenn zwischen den Prüfterminen ein Defekt auftritt, bleibt er potenziell unbemerkt.

M2M Alliance
Faszination & Begeisterung für M2M

Als größter Verband der Machine-to-Machine-Branche versteht sich die M2M Alliance als Plattform und Sprachrohr für Anbieter und Anwender von M2M-Lösungen. Eine wichtige Aufgabe besteht dabei in der die Förderung einheitlicher und branchenübergreifender Standards, um eine zukunftssichere Basis für neue Produkte und Innovationen zu schaffen.
Mit dem M2M Summit bietet die M2M Alliance ihren Mitgliedern eine einzigartige Plattform, um sich untereinander auszutauschen und sich den Marktführern und Fachbesuchern aus aller Welt zu präsentieren.
Mit dem Ziel, zukunftsfähige Ideen und Entwicklungen im Bereich der Machine-to-Machine Kommunikation zu fördern, vergibt die M2M Alliance jedes Jahr den M2M Best Practice Award.

Genau hier setzt die Lösung von Telegärtner an. Ein mobilfunkbasiertes Kontrollgerät, das GSM Gateway, überprüft dauerhaft den Status des Notrufsystems. Bei Störungen alarmiert das Gateway automatisch den technischen Service und legt den Aufzug gegebenenfalls in einer sicheren Position still. Die M2M-Lösung kann in neuen Aufzügen zum Einsatz kommen, eignet sich aber auch als Nachrüstlösung für ältere Modelle. Das Gateway agiert dabei als Kommunikationszentrale des Aufzugs. Es enthält eine analoge Schnittstelle zum Anschluss des Notruftelefons, eine serielle Schnittstelle für die Aufzugsteuerung sowie einen sogenannten Alarmausgang. Falls eine Störung des Notrufsystems auftritt, kann ein Steuerbefehl über den Alarmausgang dem Aufzug Anweisungen geben – zum Beispiel ins Erdgeschoss zu fahren, die Türen zu öffnen, und dort zu verharren, bis der Notruf wieder funktioniert.

Ausfallsicherheit und Konfiguration

Integriert in die Kommunikationseinheit ist ein Bleigel-Akku. Er sorgt dafür, dass der Notruf auch bis zu eine Stunde nach Stromausfall funktioniert. Über ein integriertes Funkmodul und eine M2M-SIM-Karte wählt sich das Gateway in das Mobilfunknetz der Telekom ein. Nach der Montage können die Techniker flexibel konfigurieren, in welchen Fällen das System einen Alarm senden soll. Typische Fälle sind eine unterbrochene Stromversorgung, Störungen des Akkus, Netzausfall sowie blockierte Leitungen des Notruftelefons (NRT), zum Beispiel nach einem Blitzschaden.

Vorteile mobilfunkbasierter Lösungen

Bis vor kurzem kamen für Notruftelefone in Aufzügen ausschließlich analoge Telefonanschlüsse zum Einsatz. Neben der zusätzlichen Verkabelungsarbeit war vor allem die Überwachung der Leitung ein Problem. Auch wenn die Sprachverbindung mit der mobilfunkbasierten Lösung weiterhin über einen analogen Anschluss laufen kann, bietet das hinzugetretene GSM-Gateway völlig neue Kontrollmöglichkeiten. Probleme an der Leitung werden sofort erkannt und via Mobilfunk der Zentrale gemeldet. Um wiederum die Verbindungen der GSM-Gateways zu prüfen, nutzt Telegärtner das M2M Service Portal der Telekom. Ein Dashboard stellt alle SIM-Karten und Mobilfunkverbindungen übersichtlich dar.

Ergänzend zu Aufzugnotruftelefonen hat Telegärtner eine Notruflösung entwickelt, die ohne gesprochene Sprache funktioniert, um Gehörlose oder Menschen mit Sprach- oder Hörbehinderung zu unterstützen. Datenverbindungen sind also weitaus flexibler als analoge Telefonleitungen. Davon profitiert nicht nur die Aufzugwartung. Auch die Nutzer des Aufzugs erleben ein höheres Level an Sicherheit und Komfort. Für OTIS jedenfalls ist der Einsatz von M2M nicht mehr wegzudenken.

Kontakt:

Telegärtner Elektronik GmbH
Tel.: 07951 4880
Email: info@telegaertner-elektronik.de
www.telegaertner-elektronik.de