GreenGate Dokumentation

Mit dem Einsatz des digitalen Stifts wurde der Medienbruch durch händische Übertragung ins Backend überwunden.

GreenGate Dokumentation

Mit dem Einsatz des digitalen Stifts wurde der Medienbruch durch händische Übertragung ins
Backend überwunden.

Betriebs- und damit Versorgungssicherheit sind primäre Anliegen der EVM. Tatsächlich fällt die Erdgasversorgung im Jahr pro EVM-Kunde durchschnittlich nur sechs Sekunden aus. Angesichts der Länge des EVM-Leitungsnetzes für Strom, Erdgas und Wasser – rund 6.200 km – eine beachtliche Leistung.

Planerische Basis für die Wartung und Entstörung der komplexen, räumlich verteilten Infrastrukturen von EVM ist ein Geo-Informationssystem (GIS). Angesiedelt ist es im Fachbereich Technische-Informations-Systeme, das Martin Friedrich leitet: „Mit Abschluss der Ersterfassung der analogen Bestandspläne wurden die GIS-Daten ins Betriebsführungssystem GS-Service übernommen und bilden die Objektstrukturen ab, um die Instandhaltungsmaßnahmen abzuleiten.“

Praktische Beispiele sind hier die Armaturenkontrollen, Rohrnetzkontrollen oder die Überprüfung der Hausanschlüsse. Außerdem werden in GS-Service auch Akten und Dokumente verwaltet sowie Arbeitsabläufe zwischen den verschiedenen Abteilungen durch Aufgaben und Rückmeldungen gesteuert.

 

Auftragsabwicklung mit digitalem Stift

Bis heute erhalten die Mitarbeiter der Instandhaltung beim EVM ihre Aufträge immer noch von ihrem Vorgesetzten durch Einteilung oder über Mobiltelefon. Bei Prozessen wie Hausanschluss- und Armaturenüberprüfung erfolgt die Auftragsabwicklung durch den digitalen Stift. Hierbei handelt es sich um Formulare, die zwar in Papierform ausgegeben, aber mit einem digitalen Stift ausgefüllt werden, so dass während der Erfassung auch digitale Daten generiert werden. Der Techniker vor Ort behält also seine Arbeitsweise bei – die Dokumentation wird weitestgehend im Hintergrund durchgeführt. Mit dem digitalen Stift ist der Medienbruch im Backend Geschichte, zumal sich damit auch die händische Übertragung der Formular-Daten in der Koblenzer Zentrale erledigt hat.

Der Digital Pen ersetzt Zettel und analoges Schreibgerät – die durchdachte Kombination aus GIS und GS-Service substituiert in Ergänzung die früher eingesetzten, eigenprogrammierten Accessanwendungen. Martin Friedrich zur Problematik der Access-Applikationen: „Sie haben meist immer nur eine Problematik betrachtet. Die Stammdaten in verschiedenen Anwendungen wurden dann auch noch redundant gehalten.“ Demgegenüber habe sich die Organisation mit dem Einsatz von GS-Service grundlegend geändert: „Basis für unser Betriebsmanagement bildet das GIS und dessen Daten. Wir bedienen uns also einer einheitlichen Datenbasis. Durch die Verteilung im Unternehmen findet auch eine gegenseitige Kontrolle statt. Zum Beispiel muss ein Hausanschluss, dem der Netzmitarbeiter die Hausanschlussakte zuordnen möchte, auch im GIS dokumentiert sein. Auf dieser Basis können wir alle Aufgaben, Tätigkeiten und Dokumente auf die Objekte referenzieren, die auch betroffen sind. In der Vergangenheit waren die Formulare, Datenbanken und Dateien verteilt in verschiedenen Verzeichnissen, Ordnern oder Anwendungen.“

Die gesteigerte Qualität der Steuerung und Dokumentation ist das eine. Die Quantität anfallender Aufgaben ist das andere – Martin Friedrich: „Hier können wir angesichts der wachsenden Aufgabenmenge die bereits vorhandenen Schnittstellen effizienter nutzen, da wir diese immer nur zu GS-Service benötigen und nicht zu verschiedenen Anwendungen. Darüber hinaus haben wir auch die GIS-Grafik integriert, so dass man zu jeder Aufgabe auch das jeweilige Objekt im Bestandsplan sieht.“ In der Tat schafft die konsequente Objektorientierung Transparenz. Auch die Dokumentation – darunter verzeichnet auch die Aufwände, die betrieben werden müssen, um die Anlagen einsatzfähig zu halten – befindet sich an einer zentralen Stelle. „Dies macht es“, so Friedrich, „in Vertretungsfällen oder bei neuen Mitarbeitern natürlich einfacher, Netzkenntnis zu gewinnen. Auch die Organisation und Zuteilung der Aufgaben zu verschiedenen Bereichen im Unternehmen bringt so spürbare Vereinfachungen mit sich.“

GIS-Service bei EVM

Das System und seine Einsatzbereiche

Der GS-Service als dem ERP nachgeordnetes System integriert die Planungs-, Dokumentations- und Überwachungsfunktionen und betriebswirtschaftliche Anwendungen zu einem Informations- und Managementsystem. Die objektorientierte Software – als skalierbare Client-/Server-Lösung konzipiert – baut auf einer Standardtechnologie auf und arbeitet unter aktuellen Microsoft-Betriebssystemen. Durch die offene Systemarchitektur lässt sich GS-Service an andere Systeme (GIS, ERP) ankoppeln.
GS-Service wird in drei separaten EVM-Arbeitsbereichen eingesetzt:

  • Netzdaten: Instandhaltung der Gas- und Wassernetze, Armaturen und Hausanschlüsse, Anlagen der Wasserversorgung.
  • Störmeldebuch: Erfasst und bearbeitet werden unternehmensweit Störungen.
  • Wärmeservice: Verwaltung und Steuerung der Instandhaltung von Anlagen aus Contractingmaßnahmen.

EVM setzt zudem auf das GS-Modul Einsatzplanung von GreenGate. Diese unterstützt die Disposition von räumlich verteilten Aufgaben unter Einbeziehung von Ressourcen, Qualifikationen und Terminen. Die Disposition erfolgt interaktiv und kann dynamisch auf neue Anforderungen wie Störereignisse reagieren. Der Disponent kann Ad-hoc-Aufgaben anlegen und dem Einsatzplan hinzufügen. Über die eingeblendete Karte sind die Wegstrecken und Einsatzorte stets im Blick. Fällige, noch nicht verplante Aufgaben werden in der Aufgabenablage deponiert. Diese Aufgaben können verschiedene Qualifikationen voraussetzen oder auch feste Termine enthalten. Aus diesen Vorgaben erstellt die Software Planungsvorschläge, die ein Optimum aus gleichmäßiger Mitarbeiterauslastung und kurzen Fahrtstrecken darstellen.

 

Für eine Instandhaltung der kurzen Wege

Die berechneten Vorschläge können manuell abgeändert und als Variante abgelegt werden. Die Variante, für die der Dis­ponent sich entscheidet, lässt sich abschließend als Tour dem jeweiligen Mitarbeiter zuordnen und auf ein mobiles Gerät übertragen. Das Modul hilft EVM u. a. bei der Gestaltung op­timierter Wegstrecken. „Nicht nur bei räumlich stark getrennten Aufgaben, wie man das vermutet, sondern auch für die Laufreihenfolge innerhalb einer längeren Straße“, so Martin Friedrich.

Seine Bewährungsprobe hat das GS-Modul Einsatzplanung bereits in den Planungsszenarien bestanden. Martin Friedrich: „Die Beantwortung von Fragen wie ‚Wie lange benötigen wir für die Erledigung der Aufgaben?‘, ‚Welchen Personalbedarf müssen wir zur Verfügung stellen?‘, ‚Benötigen wir einen Dienstleister?‘ lassen sich damit sicherlich nicht zu 100 %, aber durchaus fundierter beantworten.“

Kontakt: GreenGate AG
Tel.: 02243 923070
Email: info@greengate.de
www.greengate.de