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LiveDOK als Ergänzung zum CAE-System PRODOK: Sind alle Dokumente in die WebDoku eingebunden, wird mit LiveDOK elektronisch nur noch an einer Stelle geändert.

Das US-amerikanische Chemieunternehmen Momentive Performance Materials ist weltweit der zweitgrößte Hersteller von Silicon und Silicon-Derivaten Das US-amerikanische Chemieunternehmen Momentive Performance Materials ist weltweit der zweitgrößte Hersteller von Silicon und Silicon-Derivaten.

Am deutschen Standort erstreckt sich die Produktion im Chemiepark Leverkusen über mehrere Gebäude. In den vergangenen drei Jahren erfolgte hier die Umstellung der Papier-Dokumentation der Anlagen sukzessive auf eine zentrale elektronische Datenbank. Dabei galt es, die Information zu über 20.000 Geräten wie etwa Sensoren, Aktoren oder Ventilen zu erfassen.

Auslöser für die Umstellung waren organisatorische und wirtschaftliche Aspekte. Obwohl die Anzahl der Instandhaltungsmitarbeiter reduziert wurde, musste die zuverlässige Funktion der Anlage gewährleistet bleiben. Da es zu Projektbeginn keine zentrale Dokumentation gab, verbrachten die Instandhalter einen sehr großen Teil ihrer Arbeitszeit mit Suchen von Dokumentation sowie mit dem Einpflegen von Änderungen. Die Umstellung auf elektronische Dokumentation sollte große Zeitersparnis und kürzere Reaktionszeiten mit sich bringen.
Zuerst musste jedoch das geeignete System für die Anlagendokumentation gefunden werden. „Wir hatten ein System im Testeinsatz, das nicht die gewünschten Ergebnisse lieferte“ berichtet Karl-Heinz Graf, Manufacturing FAM Leader PLT bei Momentive. „Dann machten uns Mitarbeiter der Firma Rösberg, die uns in anderen Bereichen mit Dienstleistungen unterstützen, auf die Produkte Prodok und LiveDOK aus ihrem Hause aufmerksam, die für unsere Anforderungen sehr gut geeignet sind.“

Broschüre

Broschüre Grundlagen Explosionsschutz
Die Broschüre „Grundlagen Explosionsschutz“ beinhaltet neben einführenden Informationen weltweit geltende Rechtsgrundlagen und Normen, europäische Richtlinien, nordamerikanische Techniken und russische Standards. Ergänzt um umfangreiche technische Grundlagen wie etwa Zoneneinteilung, Temperaturklassen und Zündschutzarten, gibt die Broschüre Auskunft über Errichtung und Betrieb von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen. Weitere nützliche Hinweise runden die informative Grundlagenbroschüre ab.
Damit bekommen Fachleute und interessierte Laien einen Überblick über das Gebiet des Explosionsschutzes im Zusammenhang mit elektrischen Betriebsmitteln und Anlagen. Die Broschüre steht kostenlos zur Verfügung im Download-Bereich unter www.stahl.de

Prodok ist ein PLT-CAE-System, das einen integrierten Planungsprozess nach einheitlichen Regeln ermöglicht. Damit lassen sich während der Planung, aber auch im Betrieb, bei der Instandhaltung und Modernisierung Anlageninformationen konsequent dokumentieren. Das System sorgt mit seiner durchgängigen und konsistenten Dokumentation dafür, dass sich die Anlagenrealität in der Dokumentation widerspiegelt. Sind dann alle Komponenten einer Anlage erfasst, ist die Dokumentation mit der webbasierten Software LiveDOK von jedem PC im Intranet mit einem Webbrowser aus einsehbar. Über PC-Arbeitsplätze oder mobile Geräte, auf denen eine LiveDOK-Lizenz installiert ist, erfolgt dann die Änderung oder Aktualisierung der Dokumentation. Eine integrierte Volltextsuche erleichtert das Auffinden benötigter Dokumente. „Nach Gesprächen mit Rösberg haben wir uns schließlich für diese Lösung entschieden“ berichtet Graf „nicht zuletzt auch deshalb, weil wir mit ihr auch in Zukunft sinnvolle Erweiterungsmöglichkeiten haben.“

Nach Schulung der eigenen Mitarbeiter wurde die Software bei Momentive in Betrieb genommen. Dass der Anwender beim Erstellen der elektronischen Dokumentation gezielt Einfluss auf die Gliederung nehmen kann, bringt dabei von Anfang an Vorteile. So lässt sich beispielsweise eine bereits existierende Dokumentationsstruktur eins zu eins mit der Software abbilden.

Im nächsten Schritt waren vorhandene Dokumente ins System einzupflegen und fehlende zu beschaffen. „Wir haben dafür zwei Mitarbeiter abgestellt“ berichtet Graf. „Erfasst wurden zu jedem Gerät jeweils Fabrikat, Typ, Datenblätter und Bedienungsanleitungen, aber auch Messbereiche, Spezialitäten und Materialbesonderheiten. Innerhalb der Anlage haben wir es in der Regel mindestens mit Ex-Zone 2 zu tun. Da unsere Betriebsmittel also fast nur in Ex-Bereichen eingesetzt werden, ist es zudem wichtig, dass wir zu jedem Gerät Informationen zur PTB- bzw. ATEX-Zulassung hinterlegen können.“ Außerdem lassen sich auch Informationen zu Instandhaltungszyklen für einzelne Geräte dokumentieren. Zum Erstellen der elektronischen Dokumentation werden als Dateien vorhandene Dokumente ins PDF-Format gewandelt und in einer Datenbank abgelegt. Dazu beherrscht der Prodok-Transformator über 200 Dateiformate aus CAD, CAE, Office und Multimedia. „Bei manchen Dokumenten, zum Beispiel bei sehr alten PDFs, hatten wir beim Wandeln dennoch Schwierigkeiten. Hier hat Rösberg aber unkompliziert die Importfunktion für die fehlenden Dateiformate nachgerüstet.“

Dokumente, die nur auf Papier vorlagen, wurden eingescannt und ebenfalls als PDF-Dateien in die Gesamtdokumentation eingefügt. Zugleich wurden in diesem Zusammenhang fehlende Unterlagen beschafft, so dass für alle erfassten Anlagenkomponenten nun die Dokumentation wirklich vollständig ist.

Redlines ohne Änderung des Ursprungsdokuments
Mit dem System lassen sich aber nicht nur einmalig alle Daten konsequent erfassen. Auch im praktischen Betrieb ergeben sich zahlreiche Vorteile, mit denen sich die Anlagendokumentation auch künftig permanent auf aktuellem Stand halten lässt. Bei Änderungen an der Anlage können diese mit so genannten Redlines in der Dokumentation ergänzt werden. „Dabei ändert sich am Ursprungsdokument nichts“ erläutert Graf. „Man muss sich das etwa so vorstellen, als würde über das Originaldokument eine Folie gelegt, auf der dann die Änderungen vermerkt werden.“ Dank Änderungsverfolgung kann man zudem jederzeit feststellen, wer wann was geändert hat.

Um die Funktionsfähigkeit aber auch den Ex-Schutz der Anlage zu erhalten, sind regelmäßige Prüfungen unerlässlich. Dazu lassen sich mit Prodok wiederkehrende Prüflisten generieren, die automatisch an vorgeschriebene Wartungen erinnern. Vorteilhaft ist für die Leverkusener aber auch die Möglichkeit zur Rückwärtsdokumentation. So können sie beispielsweise Prüfprotokolle vom TÜV oder Ex-i Nachweise für Messstellen einfach an die vorhandene Dokumentation anhängen und die Dokumentation ist jederzeit auf aktuellem Stand. Hilfreich ist diese Funktion auch für verschiedene Handskizzen zu Anlagenteilen, die zuvor an keiner sinnvollen Stelle abgelegt werden konnten. Flächendeckend sind PCs und Scanner vorhanden. Hier lassen sich die Handskizzen nun einfach einscannen und in die Dokumentation integrieren.

Karl-Heinz Graf, Manufacturing FAM Leader PLT bei Momentive

Hohe Verfügbarkeit: Es kann von jedem PC auf dem Firmengelände auf die Daten zugegriffen werden.

Neben der übersichtlichen Dokumentationsstruktur macht auch eine Volltextsuche das Wiederfinden von Dokumenten sehr einfach. Kündigt der TÜV beispielsweise einen Besuch an und beantragt vorab verschiedene Dokumente, muss man heute einfach nur den Suchbegriff ins System eingeben und die gefundenen Dokumente ausdrucken. „Das hat früher schon mal einige Stunden in Anspruch genommen,“ erinnert sich Graf. „Heute ist das eine Sache von ein paar Minuten.“

Inzwischen sind bei Momentive nahezu alle Anlagenkomponenten in der Dokumentation erfasst. Damit ist das Dokumentationsprojekt aber noch lange nicht an seinen Grenzen. Die Betreiber sehen für die Zukunft sinnvolle Ergänzungsmöglichkeiten. Sind alle Daten erfasst und im laufenden Betrieb bewährt, ist im nächsten Schritt die Anbindung ans vorhandene SAP-System denkbar. Eine weitere Möglichkeit zur Erweiterung sehen die Leverkusener im Zusammenhang mit mobilen Bediengeräten, auf denen LiveDOK ebenfalls eingesetzt werden kann. „Manche Anlagenteile verändern sich sehr schnell,“ erläutert Graf das Problem. „Wenn wir heute Mitarbeiter in die Anlage schicken, um Informationen zur Aktualisierung der Fließbilder zu erfassen, kann es passieren, dass sich am einen Ende an der Anlage schon wieder etwas geändert hat, wenn der Mitarbeiter am anderen ankommt.“ Mit mobilen Bediengeräten hingegen lassen sich alle Informationen direkt vor Ort erfassen und in die zentrale Dokumentation einstellen. So stehen alle Informationen sofort an zentraler Stelle zur Verfügung.

Generell nimmt mit der elektronischen Dokumentation nicht nur die Aktualität der erfassten Daten zu, sondern auch deren Qualität. Zugleich spart der Einsatz von Prodok Zeit, weil alle Unterlagen an einer zentralen Stelle gesammelt und einfach gefunden werden können. Auch viel gebrauchte Dokumente, die früher oft im Umlauf waren, sind heute leicht auffindbar und lassen sich von verschiedenen Personen gleichzeitig einsehen. In einer Anlage, wo oft mehr als 20 Mitarbeiter zur gleichen Zeit auf die Dokumentation zugreifen müssen, ist das ein immenser Vorteil. Die Daten sind zwar an zentraler Stelle hinterlegt, es kann aber von jedem PC im Firmengelände darauf zugegriffen werden. Informationen stehen also viel schneller und ohne große Laufwege zur Verfügung.

Kontakt:
Rösberg Engineering
Email: info.ka@roesberg.com
www.roesberg.com