Der Schlüssel zur Sicherheit

Sicherheit und Prozess-Effizienz sorgt.

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In die Lösung integriert: Glastüren mit speziellen Schließkomponenten im Dialock-Design.

Ruhe und eine wunderbare landschaftliche Umgebung der AHG Klinik Waren sind Teil ihres Therapiekonzeptes – so beschreibt Verwaltungsdirektorin Birgit Neudert das Besondere der zur Allgemeinen Hospitalgesellschaft (AHG AG) gehörenden Einrichtung. Deshalb hat die Fachklinik auch durchaus Hotel-Charakter.
Rund 140 Mitarbeiter kümmern sich um bis zu 200 Patienten. Im Zuge der kontinuierlichen Modernisierung entschloss sich die Klinik-Leitung 2006 dazu, die mechanische Schließanlage durch eine elektronische Lösung zu ersetzen. „Die Entscheidung fiel, als die schätzungsweise 26. Rechnung für einen verlorenen Schlüssel auf meinem Schreibtisch lag“, erinnert sich die Verwaltungsdirektorin. Doch nicht nur die Kosten sprachen für eine Ablösung: „Als dann ein Generalschlüssel verlorenging, war auch eine Grenze bei der Sicherheit erreicht.“
Unter den verschiedenen Angeboten am Markt kristallisierte sich bald das elektronische Schließsystem Dialock von Häfele als die beste Wahl heraus. Dialock arbeitet mit programmierbaren Transpondern. Diese Mini-Antennen sitzen im Fall der AHG Klinik auf robusten Kunststoff-Tags.  Die flexibel wählbaren Zutrittsrechte werden im Büro der Bereichsleitung Technik verwaltet und über eine Programmierstation auf die jeweiligen Transponder geschrieben. Bei Verlust lassen sich die elektronischen Schlüssel schnell sperren und ohne größeren Aufwand ersetzen. Zusätzliche Sicherheit gewährleistet eine  Protokollfunktion, mit der standardmäßig die letzten 180 Schließvorgänge nachvollziehbar dokumentiert werden am Haupteingang sogar 700.

Die Funktionen reichen vom Schließen bis zum Bezahlen

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Zentrale: Die flexibel wählbaren Zutrittsrechte werden im Büro der Bereichsleitung Technik verwaltet und über eine Programmierstation auf die jeweiligen Transponder geschrieben.

Der berührungslose Identifizierungsvorgang gewährleistet darüber hinaus hohen Bedienkomfort. Als positiver Nebeneffekt entstehen an den Türen keine Kratzer mehr. Gleichzeitig können die Tags auf der Basis des Technologiestandards Legic zum bargeldlosen Bezahlen in der Klinik genutzt werden.
Als weiteres Argument sprach das breite Spektrum von stabilen und formschönen Schließkomponenten für Dialock. „Wir schöpfen das System voll aus“, beschreibt der Bereichsleiter Technik, Steffen John,  diesen Aspekt, „und können so das gesamte Gebäude vom Haupteingang und verschiedenen Außentüren über Patientenzimmer und Büroräume bis hin zu elektronisch gesicherten Möbeltüren durchgängig absichern.“
In mehreren Schritten setzen Häfele und Borchert Sicherheitstechnik als Service-Partner vor Ort von 2006 bis 2009 dieses umfassende Zutrittskonzept bei laufendem Betrieb um: Nach elektronischer Sicherung der Außenzugänge und der Zugang zu den Personal- und Patientenakten folgte die Anbindung der bargeldlosen Bezahlfunktion. Zuletzt wurden sämtliche Patienten- und Personalzimmer sowie das Schwimmbad in die Schließlösung eingebunden.

Ausnahmen für Lieferanten sind einprogrammiert

Am Haupteingang wurde ein entsprechender Wandleser in Sonderausführung in die Klingelanlage des Herstellers Siedle integriert. Die Personaleingänge mit Fluchttürfunktion sind außen und innen mit Wandlesern sowie mit einem zusätzlichen RWS-Terminal (RWS=Rettungswegsystem) ausgestattet. Ausgewählte Lieferanten verfügen über eigene Transponder und können so auch außerhalb der Betriebszeiten zum Beispiel Wäsche anliefern.
An den Innentüren sind rund 290 batteriebetriebene Türterminals installiert. Sie lassen sich problemlos auf die Bohrung der Türen montieren, bestückt mit U-Drückern aus dem StarTec-Programm von Häfele entsprechen sie damit den gültigen Normen. Optisch präsentieren sie sich einheitlich mit den mechanischen Türverschlüssen, etwa bei den WC-Räumen. Nicht zuletzt erforderten Glastüren und feuerhemmende Türen (FH-Türen) spezielle Schließkomponenten im Dialock-Design. Auch Möbel sind Bestandteil des Schließsystems: So lassen sich im Sekretariat sowie im medizinischen Schreibbüro jeweils rund 30 Aktenschränke über einen zentralen Wandleser komfortabel und sicher verschließen. Ein Stand-alone-Möbelschloss sichert einen Schrank im Betriebsratszimmer. Damit kann der Raum auch von anderen Gruppen genutzt werden.
Weitere Möglichkeiten bietet Dialock durch seine Struktur der Makroprogrammierbarkeit. So ist etwa der Zugang zum Schwimmbad automatisch nur zu den angegebenen Schwimmzeiten möglich. Gruppenleiter mit entsprechenden Transpondern können die Türen auch auf ,dauerhaft geöffnet‘ stellen.
Am Haupteingang regelt eine Makro-Funktion, dass der Zutritt nach 22.30 Uhr nur noch über die Nachtklingel möglich ist. Sonderregelungen für Wochenende und Feiertage berücksichtigt das System dabei selbstständig. Und auch die Brandmeldeanlage ist über eine Makro-Schnittstelle mit dem Schließsystem verbunden: Weil die Brandmelderzentrale nur über die mit einem Wandleser gesicherte Rezeption zugänglich ist, wird die Türsteuerung im Brandfall direkt aktiviert.
Das Behandlungskonzept in Waren setzt ganz wesentlich auf Aktivität und Selbstbestimmtheit. Um dennoch ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, trugen sich Patienten bei Abwesenheit bisher in ein Ausgangsbuch ein. Jetzt können sie sich mit ihrem elektronischen Schlüssel am Touchscreen eines elektronischen Ausgangssystems ab- und wieder anmelden. Das Ergebnis ist eine stets aktuelle Abwesenheitsliste.
„Die von Häfele und Sicherheitstechnik Borchert realisierte Lösung deckt genau die Punkte ab, die wir brauchen – und auch nur diese“,  resümiert Verwaltungsdirektorin Neudert. Diese positiven Erfahrungen in Waren strahlen inzwischen auch auf andere Häuser des AHG-Klinikverbandes aus: Eine weitere Umrüstung ist bereits in Planung.

Kontakt: Häfele GmbH & Co KG,  Tel.: 07452 95 290, Email: objektservice@haefele.de, www.haefele.de