Gurtbandförderanlagen

Gurtbandförderanlagen im Tagebau Profentin: Jetzt werden Erhitzungen an den Rollen rechtzeitig erkannt und beseitigt.

In ihren Tagebauen betreibt die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH Mibrag ca 70 km Gurtbandförderanlagen, an denen Stahlmantelrollen und Tragrollen mit Stützringen aus Gummi oder Polyurethan eingesetzt werden Durch Verschleiß der Lager können Überhitzungen auftreten, in deren Folge sich Schmierstoffe und die Stützringe der unteren Rollen entzünden Auch an den oberen Stahlmantelrollen kann die Hitze so stark werden, dass der Stahlmantel zu glühen beginnt Gerade beim Stillstand einer Gurtbandförderanlage ergibt sich so schon nach 15 Minuten eine große Brandgefahr In ihren Tagebauen betreibt die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH Mibrag ca. 70 km Gurtbandförderanlagen, an denen Stahlmantelrollen und Tragrollen mit Stützringen aus Gummi oder Polyurethan eingesetzt werden. Durch Verschleiß der Lager können Überhitzungen auftreten, in deren Folge sich Schmierstoffe und die Stützringe der unteren Rollen entzünden. Auch an den oberen Stahlmantelrollen kann die Hitze so stark werden, dass der Stahlmantel zu glühen beginnt. Gerade beim Stillstand einer Gurtbandförderanlage ergibt sich so schon nach 15 Minuten eine große Brandgefahr.

Gurtbandförderanlagen

Gurtbandförderanlagen im Tagebau Profentin: Jetzt werden Erhitzungen an den Rollen rechtzeitig erkannt und beseitigt.

Durch Einsatz brandresistenterer Tragrollen mit Polyurethan-Stützringen, Vermeidung von Verschmutzung und das regelmäßige Abfahren der Bandanlagen während des Betriebes durch die Werksfeuerwehr konnte die Zahl der Feuerwehreinsätze aufgrund heiß gelaufener Tragrollen in der Vergangenheit auf ca. 100 pro Jahr reduziert werden. Aber diese Zahl war immer noch so hoch, dass Mibrag weiter nach Lösungen suchte.

Bisher entdeckten die Inspektionstrupps der Werksfeuerwehr die Gefahren lediglich aufgrund des Rauchs oder hoher Geräuschentwicklung – keine optimale Untersuchungsmethode, die zudem für die Mitarbeiter sogar gesundheitliche Folgen haben kann wegen des ständig offenen Fensters bei der Fahrt unter sämtlichen Witterungsbedingungen.

Die FLIR A 310

Auch mit nachrüstbarem Schutzgehäuse

Die FLIR A310 kann mit einem wetterfesten Gehäuse bestellt werden. Das Gehäuse hebt die umweltbezogenen Spezifikationen der FLIR A310 auf IP66-Niveau, ohne die Kamerafunktionen zu beeinträchtigen. Es ist die ideale Lösung, falls die Kamera in einer staubigen oder feuchten Umgebung installiert werden muss.Die FLIR A 310

Das Gehäuse ist für A300-Kameras mit 7, 15, 25, 45 oder 90° FOV-Objektiven erhältlich. Benutzer, welche die Kamera selbst in das Gehäuse einsetzen wollen oder bereits eine FLIR A310 haben, die zusätzlich gegen Staub und Nässe geschützt werden soll, können das Gehäuse separat als Zubehörteil bestellen.

Die Werksfeuerwehr probierte daher eine handgehaltene Wärmebildkamera für den Feuerwehreinsatz als zusätzliche Inspektionsmöglichkeit aus, was sich jedoch als wenig praktikabel erwies. Das Bild der Kamera konnte dem Fahrer weder auf einem Monitor im Fahrerhaus angezeigt werden, noch erhielt der Fahrer ein akustisches Warnsignal.
Daher wandte sich Mibrag an Klaus Flocke vom Ingenieurbüro Inau. Dieser schlug den Test einer festinstallierten Wärmebildkamera der FLIR-A-Serie vor. Die FLIR A310 wurde auf der Ladefläche eines Geländewagens aufgebaut und ca. 45° in Fahrtrichtung ausgerichtet. Für die sichere Montage der FLIR-A310 war u. a. ein spezielles Schutzgehäuse notwendig. Das Thermografiekamera-System kann dabei ohne jegliche Kabelanbindung betrieben werden, da eine akkugestützte Spannungsversorgung und eine WLAN-Kommunikationseinheit integriert sind.

Tablet-PC

Fest auf dem Fahrzeug installierte Kamera: Der Kontrollblick auf den Tablet-PC reicht aus.

Etwa drei Wochen lang wurde die FLIR A310 im Dauertest eingesetzt. „Wichtig war uns einerseits, dass sich der Fahrer des Testfahrzeuges voll auf das Fahren konzentrieren kann“, erklärt Klaus Flocke. „Und auch die gesundheitliche Belastung durch das offene Fenster war nicht mehr gegeben.“

Als technisch sinnvoll erwies sich, dass prinzipiell jede gewünschte Temperatur als Alarmsollwert einstellbar ist, denn bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein heizten sich die Gerüstfelder und die Umgebung auf ca. 60 °C auf. Unter solchen Bedingungen wurde die Alarmschwelle > 60 °C eingestellt, an schattigen Tagen und in Tunneln sowie bei herbstlichem Wetter und im Winter kann das entsprechend wieder angepasst werden. Bei der prophylaktischen Inspektion beträgt die eingestellte Alarmschwelle generell 50 °C. Dabei geht es nicht um Sofortmaßnahmen; es erfolgt lediglich eine Einordnung in das planmäßige Rollenwechselprogramm.

Gefahrenschwelle

Gefahrenschwelle: Dieser Gurtbandförderer weist eine Temperatur von über 150 °C auf.

Bei Fahrten zur Brandverhütung wurde die Alarmschwelle dagegen auf 90 °C eingestellt, basierend auf einem Gutachten des IBExU, Institut für Sicherheitstechnik GmbH, über die Zündtemperaturen von Gummi- bzw. PUR-Materialien. Alle Testfahrten mit dieser Alarmschwelle erkannten ausschließlich temperaturerhöhte Rollenstationen, aber auch Glimmbrände im Bereich der Direktversturzmassen.

Während der Testdauer wurden 12 heiß gelaufene Lagerstellen festgestellt und die Tragrollen daraufhin ersetzt. Einsätze der Werksfeuerwehr an heiß gelaufenen Lagerstellen waren in diesem Zeitraum nicht notwendig.

Kontakt:     
FLIR Systems
Tel.: 069 9500900
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INAU Ing.Büro für Automation, Mess- und Regeltechnik
Tel.: 02227 1384
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