Ein Traumberuf wird vorgestellt

feuerwehr

Mehr als ein Job: Feuerwehrmann/frau zu sein heißt, mit ständig wechselnden Herausforderungen fertig zu werden.

Werkfeuerwehren sind eingerichtet zum Schutz vor besonderen Gefährdungen, so etwa auf Flughäfen, in Krankenhäusern oder im industriellen Bereich. Ihre Aufgabe ist es, als starker und kompetenter Partner an den Produktionsstandorten die Industrie bei der Vorbeugung und Abwehr von Gefahren zu unterstützen. Das soll in möglichst unauffälligem, reibungslosem und unspektakulärem Zusammenwirken vieler einzelner Maßnahmen und möglichst ohne sichtbare Beeinträchtigung des Unternehmensalltags geschehen. Ganz in diesem Sinne wurde auch der Ausbildungsberuf ,Werkfeuerwehrmann/ Werkfeuerwehrfrau‘ jetzt stärker bedarfsgerecht ausgerichtet und auf der A+A vorgestellt. Das Berufsbild ist darauf ausgelegt, für die Werkfeuerwehren:

  • den Kreis zusätzlicher Bewerber durch Ausweitung auch auf Schulabgängerinnen und -abgänger zu erweitern,
  • eine spezifisch auf typische zukünftige Werkfeuerwehrqualifikationen zugeschnittene Ausbildung zu schaffen,
  • die Gesamt-Ausbildungsdauer zu verkürzen und damit den Altersdurchschnitt positiv zu beeinflussen.

Hinzu kommen noch sozialpolitische Zielsetzungen, insbesondere die Verbesserung der sozialen Sicherung und positive arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Einflüsse. Die dreijährige Ausbildung ist breit angelegt: handwerkliche Kompaktausbildung, feuerwehrtechnische Qualifizierung, Schulung zum/zur Rettungssanitäter/in, Führerschein, Sportabzeichen, Rettungsschwimmer. Integriert sind alle Inhalte der Feuerwehrausbildung. Ganz im Sinne moderner Berufe werden ergänzend integrative Fertigkeiten vermittelt, so etwa Kenntnisse in der Berufsbildung, dem Arbeits- und Tarifrecht, der Arbeitssicherheit und dem Umweltschutz.

Die Fokussierung auf die beiden Kernkompetenzen Handwerk und Feuerwehr gibt den ausgebildeten Werkfeuerwehrmännern und Werkfeuerwehrfrauen die Möglichkeit, sich in einem breiten Bereich zu bewähren. Werkfeuerwehrmänner/- frauen sind im Besonderen für die Industriebrandbekämpfung ausgebildet, um so Brände in Industrieanlagen oder auf Flughäfen zu verhindern. Sie können Brände wirksam und effizient bekämpfen und Schäden durch Brände minimieren.

Darauf, dass immer größere und komplexere Produktionsanlagen auch zu komplexeren Schadenslagen führen, werden Werkfeuerwehrmänner und -frauen mit ihrer betriebsnahen Ausbildung im Dualen System gut vorbereitet. In ihrer Ausbildung haben sie die Grundlagen der technischen Hilfe und auch den Umgang mit betriebsspezifischen Risiken gelernt. So sind sie zudem in der Lage, bautechnische Gefahren, metall-, installations- und elektrotechnische Gefahren zu erkennen und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung zu ergreifen.

Werkfeuerwehrmännern/-frauen retten Menschen und versorgen und transportieren Verletzte und Kranke. Auf

Umgang mit moderner Technik: Feuerwehrleute erproben eine hoch auflösende Wärmebildkamera, die zum Aufspüren von verschütteten Personen, verdeckten Brandherden und Glutnestern eingesetzt werden kann.

Umgang mit moderner Technik: Feuerwehrleute erproben eine hoch auflösende Wärmebildkamera, die zum Aufspüren von verschütteten Personen, verdeckten Brandherden und Glutnestern eingesetzt werden kann.

Grundlage ihrer theoretischen Ausbildung im Rettungsdienst und ihrer praktischen Ausbildung auf Rettungswagen und im Krankenhaus sind sie bei Unfällen mit verletzten Personen in der Lage, situationsgerechte und lebenserhaltende Hilfe zu leisten. Qualität und Wirtschaftlichkeit der Leistungen der Werkfeuerwehren beweisen sich nicht nur in der Gefahrenabwehr, sondern vor allem in den Arbeiten der Gefahrenprävention. Durch bedarfsgerechte Serviceleistungen werden die Betriebe an den Standorten entlastet, zum anderen werden externe Ausgaben vermieden. So hat sich das Aufgabenspektrum der Werkfeuerwehren erweitert um fachliche Themen, aber auch um Themen wie Kundenorientierung, Wettbewerbsbewusstsein und Produktverantwortung. Voraussetzung für diese Entwicklung sind hoch motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter.

Werkfeuerwehrmänner und -frauen werden als Sicherungsposten bei feuergefährlichen Arbeiten eingesetzt und sind eingebunden in die Wartung der installierten technischen Anlagen wie Löschanlagen und Brandmeldeanlagen. Sie warten nach weiterer Qualifizierung am Arbeitsplatz in den Produktionsbetrieben beispielsweise Feuerlöscher, Atemschutzmasken oder Messgeräte. Werkfeuerwehrmänner und -frauen schulen Mitarbeiter aus den Betrieben in der Handhabung von Feuerlöschern und in der ersten Hilfe.

Die Ausbildung zum/-r Werkfeuerwehrmann/- frau endet mit der Prüfung vor einem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer. Neben einer weiteren Qualifikation am Arbeitplatz zu Sachkundigen sind im Rahmen der IHKAusbildungen weitere Fortbildungen zum/r Werkfeuerwehr-Techniker/in, Brandschutz- Meister/in oder zum/-r Industriemeister/ in Brandschutz möglich. Die nächste Ausbildungsstufe im öffentlichrechtlichen Bereich ist der Gruppenführer.

Dipl.-Ing. Raimund Bücher, Leiter Werksicherheit der Henkel AG/ Werkfeuerwehrverband Deutschland e.V.

Werkfeuerwehrverband Deutschland e.V.
Tel.: 0211 7979462
Mail: r.buecher@wfvd.de, www.wfvd.de

A+A – Thementag Brandschutz

Der betriebliche Brandschutz steht auch in diesem Jahr auf der A+A, der international führenden Fachmesse mit Kongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit vom 3. – 6. November in Düsseldorf, im Fokus.

Neben innovativen Konzepten, Ausrüstungsbestandteilen und Produkten der Aussteller für vorbeugenden Brandschutz und zwecks einsatzgerechter Ausstattung von Werkfeuerwehren und Brandwachen bietet der A+A Kongress am 5. November einen kompletten Brandschutz-Thementag.

Neu ins Programm der Fachmesse und des Kongresses rückt bei der A+A auch der Katastrophenschutz. Auf einer von der Polizei, dem Technischen Hilfswerk und dem Werkfeuerwehrverband Deutschland (WFV) in Halle 6 ausgestalteten Sonderfläche werden relevante Aspekte hinsichtlich der Organisation der Abläufe bei Großschadenereignissen thematisiert. Um dasselbe Thema geht es auch bei einer Kongress-Veranstaltung am 4.11. im Congress Center Düsseldorf.

In direkter Nachbarschaft zur Sonderfläche demonstriert der WFV auf seinem Messestand ,Best Practices‘ in Form von Live-Präsentationen für Einsatzkräfte. Außerdem beantwortet das Messeteam des WFV Fragen zum vorbeugenden Brandschutz und informiert über aktuelle Trends und Ausrüstungsinnovationen.

www.aplusa-online.de