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Ausgabe 7 / 2016

am 04.11.2016 um 11:20 Uhr

Vorbereitungen auf die nahe Zukunft

Eine der, wie mir scheint, besten Definitionen für Industrie 4.0 lautet: „Umfassende Vernetzung“. In den dabei entstehenden Netzwerken kommunizieren cyber-physische Systeme via Internet untereinander – und am Ende auch immer mit Menschen. Was das bedeutet, lässt sich an Beipielen aus der Consumer-Welt inzwischen einigermaßen abschätzen.
Instandhaltung Titelseite 07/2016 200
Wie aber wird sich diese Interaktion im industriellen Bereich gestalten? Oder ganz konkret: Wie wird sich die Welt des Instandhalters aller Ebenen – vom Betriebshandwerker bis zum Asset Manager – verändern? Und wie sollen und können sich die Unternehmen auf diese Veränderungen vorbereiten?

Die zweite Frage ist eigentlich leicht zu beantworten: Aus- und vor allem Weiterbildung wird eine ganz wichtige Rolle spielen. Das bedeutet auch, dass der schon heutige riesige und schwer überschaubare Markt in diesen Bereichen dynamisch expandieren wird.

So gilt etwa bei den Betriebshandwerkern/Servicekräften Mechatroniker als der Fachmann der Wahl, insbesondere weil IT und Kommunikationstechnik zu seinem Ausbildungsprofil gehören. Allerdings ist es oft sehr schwierig, solche Allrounder zu finden. Die Anforderungen sind extrem hoch, das Nachwuchsangebot entsprechend gering. Hier liegt der Kompromiss beim gut weitergebildeten klassischen Betriebshandwerker. In jedem Falle wird es in der Industrie 4.0 Instandhaltungshandwerker, und seien es Mechatroniker, geben – denn irgendwo muss am Ende doch geschraubt und geklemmt werden. Das erledigt kein Computer und auf mittlere Sicht auch kein Roboter.

Nichtsdestoweniger werden sich aber nicht nur die Arbeitsmittel, sondern auch die Arbeitsinhalte der Ingenieure in Konstruk-
tion und Service/Instandhaltung mit dem Heranwachsen der Industrie 4.0 stark verändern. So müssen die „neuen Ingenieure“ zwar Techniker bleiben, aber auch sehr viel von Mathematik und Informatik verstehen. Gleiches gilt – und wahrscheinlich in noch stärkerem Maße – auch für Fach- und Führungskräfte im betriebswirtschaftlichen Bereich, vom Einkauf über Marketing bis hin zur IT selbst.

Das Fachpersonal, das morgen in diesem Umfeld arbeiten soll, muss jedoch schon heute ausgebildet werden. Wie das geschehen kann, dazu gibt der Sonderteil dieser Ausgabe einige Hinweise und Anregungen. Und wir werden dieses Thema sicher in Zukunft noch umfassender behandeln.

 
 
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