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Editorial

Ausgabe 2/2013

am 02.04.2013 um 14:01 Uhr

Eine subjektive Einschätzung

Der alte – und nie ganz ernst gemeinte – Streit darüber, ob der „richtige“ Ingenieur Maschinenbauer oder Elektrotechniker sein sollte, dürfte sich demnächst ganz erledigen. Fachübergreifende Kenntnisse und Fertigkeiten werden immer wichtiger, so dass die ursprüngliche Ausbildung schnell an Bedeutung verliert. Das gilt ganz besonders für die Instandhaltung, in der betriebswirtschaftliche Aspekte der Arbeit oder Personalführung eine besonders wichtige Rolle spielen. Inzwischen sind auch noch profunde Kenntnisse in IT und Kommunikationstechnik gefragt.

So weit – so gut. Aber welche Ausbildungsgänge schaffen denn derzeit noch die besten Voraussetzungen für eine spätere erfolgreiche Tätigkeit in der Instandhaltung? Meine Antwort ist keinesfalls objektiv oder auch nur gut fundiert. Im Gegenteil, sie leitet sich aus meiner persönlichen Entwicklung und Erfahrung ab. Diese Antwort lautet: Am besten geeignet ist, solange noch kein rundum ausgebildeter Instandhaltungsingenieur als „eierlegende Wollmilchsau“ zur Verfügung steht – ein Automatisierungstechniker.

Nicht geringen Anteil an dieser Einschätzung hat natürlich die Tatsache, dass ich selbst Automatisierungstechnik und die so abstrakt klingende „Technische Kybernetik“ studiert habe. Bald erkannte ich dann aber die großen Vorteile dieser Ausbildung. So wurden wir als Automatisierer darauf „getrimmt“, den gesamten technologischen Prozess zu durchdenken, den wir steuern sollen. Zudem gehörten zum „kybernetischen“ Ausbildungsprogramm die Grundlagen des Umganges mit dem, was wir heute als „Big Data“ bezeichnen.

Beim Durchblättern dieser Ausgabe werden Sie sicherlich noch eine ganze Menge weiterer Argumente für meine Einschätzung finden. Deshalb habe ich die Gelegenheit genutzt, sie hier vorzutragen. Wurde doch auch einmal Zeit, oder?

 
 
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