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Editorial

Ausgabe 1/2013

am 11.03.2013 um 12:50 Uhr

Einmal Zukunft und zurück

Manchmal sorgt das Leben selbst für Ausgleich und stellt notwendige Relationen wieder her. Da ging es etwa in der letzten Ausgabe des Jahres 2012 der „Instandhaltung“ um eine einen Rückblick auf 40 Jahre seit der Gründung unseres Fachmagazins – und heraus kam letztenendes ein umfassender Ausblick auf die Entwicklungen in der Zukunft. Heute nun lautet das Thema des Sonderteils „Modernisierung und Retrofit“ – und viele der Beiträge beschäftigen sich mit technischen Ausrüstungen, die bereits ihre beste Zeit hinter sich haben. Wahrscheinlich haben wir in der Jubiläumsausgabe ein wenig zu viel in „Industrie 4.0“, „Fernwartung mit GSM“ oder „Enterprise Asset Management“ geschwelgt. Nun ruft uns das Leben, sprich die Beiträge unserer Autoren, zurück in die harte gegenwärtige Realität der puren Instandhaltung bzw. Instandsetzung.

In dieser Realität existieren auch noch einige Probleme, die „im Prinzip“ längst gelöst sind. So sollte eigentlich die Nachfertigung von Ersatzteilen, die es auf dem Markt nicht mehr gibt, für moderne und gut ausgerüstete Instandhalter ein „Klacks“ sein. Ist es aber nicht! Auch die Wärmeisolation von Kernkraftwerken ist noch ein Thema, trotz Energiewende. Diese Anlagen laufen schließlich noch und werden es noch einige Zeit tun, ebenso wie viele nicht gerade futuristische Kohlekraftwerke. Der Raum zwischen Vergangenheit und Zukunft kann halt manchmal recht groß sein.

Um diese Probleme in den Griff zu bekommen, bedarf jedoch nicht nur der technischen Mittel und Methoden der Gegenwart und der Zukunft. Ganz wichtig ist hier, die Erfahrungen und Kenntnisse aus der Vergangenheit zu nutzen – besonders diejenigen, die in den Köpfen der Mitarbeiter gespeichert sind. Das allerdings ist dann schon wieder ein Thema für die Zukunft – allerdings ein ganz, ganz wichtiges.

 
 
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