Top in Maintenance 2010
TPM: gesicherte Prozesse, höchste Anlagenproduktivität und -kapazitäten
Schon die 15. TPM-Konferenz in Deutschland (-wie die Zeit läuft!) und das International TPM Institute, Inc. feiert das 20-jährige Bestehen in diesem Jahr. Also ist es nicht unangebracht, einen Vergleich von “damals” zu heute anzustellen.
1990 war TPM etwas neues, “exotisches” (es kam ja aus Japan) und war in Deutschland praktisch unbekannt. Edward H. Hartmann, der Gründer des International TPM Institute, Inc. hatte TPM mit Seiichi Nakajima im Jahre 1987 in den USA zu ersten Mal offiziell vorgestellt. Firmen wie Motorola und Ford Motor waren die ersten, die TPM formell einführten. Nachdem 1992 Hartmann’s Buch “Die erfolgreiche Einführung von TPM in nicht-japanischen Werken” in den USA erschienen, und TPM auch durch viele Seminare bekannt gemacht worden ist, wurde TPM von vielen Firmen eingeführt. Allerdings vorwiegend von Automobilwerken und deren Zulieferern. Ab 1994 war Hartmann’s Buch auf Deutsch erhältlich und die TPM-Seminare haben auch hier begonnen.
Heute ist TPM aus der europäischen Industrie nicht mehr wegzudenken, wobei Deutschland an erster Stelle liegt in der Anzahl der erfolgreichen Einführungen. Neuerdings wird aber auch in Ländern wie Estonien, Ungarn, Polen und Slowenien TPM mit Erfolg eingeführt. Daher wird einer der Konferenzvorträge von Klaus Holeczek, dem Werksleiter von odelo Slovenija d.o.o. gehalten. In Dutzenden von Konzernen ist TPM heute ein Bestandteil der Produktionssysteme dieser Firmen. In einem Referat der Konferenz werden Sie von Dirk Hensel hören, wie ZF TPM in ihr Produktionssystem erfolgreich integriert hat. Denn alle Industrien, vom Elektronikhersteller über die Pharma bis zum Stahlwerk, setzen heute TPM erfolgreich ein.
Mit TPM erreichen heute Unternehmen nicht nur eine hohe Verfügbarkeit der Maschinen, auch die Produktivität der Anlagen kann messbar und permanent gesteigert werden. Oft beträgt die “echte” Produktivität (gemessen durch das OEE) einer Anlage 60% vor der TPM-Einführung. Bei der Zertifizierung wird eine Anlagen-TPM: gesicherte Prozesse, höchste Anlagenproduktivität und -kapazität effektivität von 85% OEE erwartet. Wenn allerdings “nur” 80% OEE erreicht werden, bedeutet das immerhin eine 33% Steigerung der Produktivität. Das hat einen direkten Einfluss auf das finanzielle Ergebnis des Werkes und wird von vielen Firmen problemlos geschafft. Durch die verbesserten Anlagen und deren verbesserten Wartung (durch TPM!) und Instandhaltung verbessert sich ebenfalls die Produktqualität.
Den in diesem Jahr zum zwölften Mal von der Zeitschrift Instandhaltung und dem International TPM Institute, Inc. veranstalteten Wettbewerb “Die beste TPM-Fabrik des Jahres” gewann ZF Lemförde, Werk Diepholz. Am 23. und 24. November stellen Mitarbeiter von ZF und weitere führende Unternehmen ihre Lösungen vor und berichten über ihre Wege zu höchster Produktivität und Qualität.
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