Software

Instandhaltungssoftware unterstützt Präzisionsfertigung

Neumayer Tekfor GmbH ist spezialisiert auf die Herstellung von Naben, Wellen und Muttern. Im Werk Hausach werden rund 1.500 unterschiedliche Ausführungsvarianten mit Fertigteildurchmessern zwischen 20 und 120 Millimetern produziert; insgesamt rund 300 Millionen Teile pro Jahr.

Überwachung und Steuerung

Die Überwachung und Steuerung des Anlagenbestands erfolgt am TOM-Terminal. Mehr als 10.000 Reparaturaufträge pro Jahr werden über das Störmeldeportal erfasst. Insgesamt arbeitet die Instandhaltungsabteilung 15.000 Arbeits-, Wartungs- und Reparaturaufträge pro Jahr ab. – Bild: Neumayer Tekfor

Um das hohe Qualitäts- und Präzisionsniveau sicherzustellen, investiert das Unternehmen fortlaufend in die technologische Weiterentwicklung und den stagnationsfreien Betrieb seines Maschinen- und Anlagenparks. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Instandhaltungsmanagement.

Die Bereichsleitung stand vor der Herausforderung, Lösungen für zwei zentrale Fragestellungen zu entwickeln und umzusetzen: Wie lassen sich ungeplante Stagnationen und Ausfälle minimieren, um die Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen? Und mit welchen Maßnahmen können die Instandhaltungskosten nachhaltig gesenkt werden? Auf Grundlage eines betriebsorientierten TPM-Programms (TPM – Total Productive Management) richtete Neumayer Tekfor das gesamte Instandhaltungsmanagement grundlegend neu aus und man setzte auf fünf Säulen mit folgenden Zielsetzungen in der Instandhaltung:

Erstens ging es um die systematische Identifizierung, Analyse und Beseitigung von Schwachstellen. Außerdem sollte der Aufbau einer autonomen Instandhaltung zur Verbesserung der Prozesseffizienz auf Basis automatisierter Inspektions- und Wartungspläne für Maschinenbediener umgesetzt werden.Der dritte Punkt war die Planung und Umsetzung eines präventiven Instandhaltungskonzepts (vorbeugende Instandhaltung) und viertens die Systematisierung und Optimierung der zustandsorientierten Instandhaltung in Verbindung mit dem Ausbau der Real Time Maintenance (RTM – Echtzeitinstandhaltung) durch ein entsprechendes Onlinemonitoring. Zu guter Letzt sollte ein effektives Wissens-und Informationsmanagement entwickelt werden.

Schwachstellen analysieren

Mobile Clients

Über die mobilen Clients können in Echtzeit und ortsunabhängig Zustands- und Historiendaten von Maschinen und Anlagen abgerufen und bearbeitet werden. – Bild: Neumayer Tekfor

Nach eingehender Marktsondierung, gemeinsamen Workshops und erfolgreichem Testbetrieb fiel die Wahl auf das Zwickauer Softwarehaus M.O.P.  Mit einem 84 Seiten umfassenden Lastenheft startete das Unternehmen im Mai 2015 die digitale Reorganisation des Hausacher Instandhaltungsmanagemens. Die Systemintegration von TOM (Technisches Objektmanagement) – einer Software für die Instandhaltung, Wartung und das Facility Management – erfolgte zunächst durch eine individuell definierte Bestandsdatenerfassung. Hierfür wurden alle relevanten Objekte (Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, aber auch Dokumente, Verträge usw.) aufgenommen und in einer leicht verständlichen Objektbaumstruktur visualisiert. Parallel zur Objektverwaltung
implementierten die Softwareentwickler das Vorgangsmanagement sowie den Druck- und Berichtsdesigner. Bereits auf Basis dieser drei Kernelemente war es möglich, alle Instandhaltungsaktivitäten für den gesamten Anlagenbestand am Standort Hausach zu planen, zu steuern, zu überwachen und auszuwerten.

Jährlich werden mehr als 10.000 Reparaturaufträge über das Störmeldeportal erfasst und der zuständigen Technikabteilung zur Weiterbearbeitung bereitgestellt. Insgesamt lastet die Instandhaltung in Hausach heute rund 15.000 Arbeits-, Wartungs-, und Reparaturaufträge pro Jahr dynamisch in die Fertigungsabläufe ein. Für die präventive Instandhaltung und die Sicherung des betrieblichen Qualitätsmanagements setzt Neumayer Tekfor auf präzise Störungs- und Schwachstellenanalysen. Damit lassen sich auch bis dato ungenutzte Effizienzpotenziale erschließen.

Neumayer Tekfor

Das Unternehmen ist Teil der international agierenden indischen Amtek Gruppe, die mit weltweit 84 Unternehmen und einem Jahresumsatz von vier Milliarden US-Dollar zu den bedeutenden Partnern der Automobilindustrie zählt. Die Unternehmensgruppe konzipiert und fertigt Befestigungselemente und Spezialkomponenten für Getriebe-, Motor- und Antriebsanwendungen im Pkw- und Lkw-Bereich. Das größte deutsche Fertigungswerk mit rund 650 Mitarbeitern befindet sich in Hausach im Kinzigtal. Insgesamt ist Neumayer Tekfor in Deutschland an 20 Standorten vertreten.

Als Ergebnis einer erfolgreichen Systemintegration und nachfolgender modularer Erweiterungen setzt Neumayer Tekfor die M.O.P-Software heute sowohl zur Steuerung und Überwachung seines gesamten Produktionsumfeldes als auch zur Organisation des technischen Facility Managements und zur Verwaltung ortsveränderlicher Objekte und Betriebsmittel ein. Von der Lager- und Ersatzteilverwaltung über die Fuhrparkhaltung bis hin zum rechtskonformen Betrieb von Sicherheits- und Brandschutzeinrichtungen sind mit TOM alle Anwendungsbereiche der gesamten technischen Tekfor-Welt in Hausach und ihrer angebundenen Schwesterwerke abbildbar. nh

Presseinformation der M.O.P GmbH Zwickau

 
 
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