Instandhaltung Ausgabe 5 / 2017

Anlagen smart überwachen

Die Anlagenüberwachung hat manchmal etwas von einem Blick in die Glaskugel. Theoretisch gibt es vom Hersteller eine Zeitangabe, die dem Anwender aufzeigen soll, wie lange seine Anlage noch störungsfrei läuft.

Instandhaltung 5/2017

In der Praxis gibt es jedoch eine Vielzahl an Einflussfaktoren, welche die Lebensdauer einer Anlage schwer berechenbar machen. Verschiedene Beispiele aus unserem Kompendium ab Seite 8 zeigen Lösungen und Konzepte, wie effiziente Anlagenüberwachung bereits heute funktioniert. Die Digitalisierung aller Prozesse: Der Wunschtraum in Sachen Industrie 4.0 und smarter Instandhaltung. Aktuell gibt es in vielen Betrieben und bei entsprechenden Instandhaltungs-Dienstleistern Entwicklungen, Überwachung, Inspektionen und Wartungen effizient und vernetzt zu erfassen. Das geschieht teilweise bereits mit Hilfe von intelligenten Sensoren, teils vor Ort halbautomatisch mit Tablet in ein Online-System, aber auch noch per manueller Datenerfassung.

Wie auch in Fertigungsbetrieben, die auf dem Weg der Digitalisierung (Stichwort Industrie 4.0) eine Unmenge an Daten produzieren, steht auch die Instandhaltung vor der Herausforderung, die anfallende Datenmenge zu optimieren und effizient zu analysieren. Eine der Schwierigkeiten besteht darin, diese große Datenmenge, möglichst in Echtzeit, optimal in das angeschlossene ERP-System zu überführen. Ein Beispiel hierzu zeigt der Beitrag ‘Live überwachen ohne Landgang’ auf Seite 8. Ein anderes Beispiel zeigt, wie mittels aktueller rohnentechnologie große oder teils schwierig zu begehende Anlagen heute deutlich rascher und effektiver überwacht werden können.

Auf Seite 30 findet sich hierzu eine Anwendung von TÜV Nord und Coptercloud. Dennoch, so zeichnet sich ab, ist die Digitalisierung dabei, die Anlagenüberwachung und die gesamte Instandhaltung von Grund auf zu verändern. Intelligente Sensorik wird hier sicher eine wichtige Rolle einnehmen, die wichtigste Rolle wird jedoch der Mensch beibehalten. Dabei wird sich dessen Rolle weiterentwickeln, hin zu einem System-Analysten, der auf eine Vielzahl an modernen Instrumenten zurückgreifen kann. So gilt es, sich auf die Vielzahl an Aufgaben vorzubereiten. Das funktioniert nur mit laufender Weiterbildung.

Eine Möglichkeit ist unsere “3. Konferenz Smart Maintenance” am 12. und 13. September in Stuttgart. Ich würde mich freuen, mit Ihnen dort über aktuelle Entwicklugnen und Trends zu diskutieren.

Martin Droysen

Ihre Meinung bitte an:
martin.droysen@mi-verlag.de

 
 
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