Persönliche Schutzausrüstung

PSA – in einigen Berufen wichtiger denn je

PSA – in einigen Berufen wichtiger denn je

22.11.2016

Nicht ausschließlich aus Gründen des Arbeitsgesetzes sind Schutzausrüstungen notwendig. In einigen Berufen können Angestellte und Arbeiter aus rechtlichen Gründen überhaupt nicht auf einige der Schutzgegenstände verzichten, in anderen Bereichen führen sie dazu, dass im Falle eines Unfalls zumindest geringere Verletzungen auftreten.

Arbeiter mit Schutzausrüstung

Mit der richtigen Schutzausrüstung werden die Gefahren eines Jobs entsprechend abgemildert – eine Garantie gibt es jedoch nie. – Bild: voltamax (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Dieser Artikel zeigt einen Überblick über Teilbereiche des Themas und erklärt, welche Vorteile die Schutzausrüstung hat. Gleichfalls weist er auf schützende Kleidung hin, die auch ein Hobbyhandwerker verwenden sollte.

Labormitarbeiter – PSA ist im Labor essenziell

Unabhängig von der Art des Labors ist eine Schutzausrüstung ungemein wichtig. Welche Laboranten möchten schon ungeschützt mit Viren- oder Bakterienstämmen arbeiten? Die Gefahr, sich unbeabsichtigt zu infizieren, ist schlichtweg zu groß. Doch nicht allein im medizinischen Bereich ist die Ausrüstung ein wichtiger Gegenstand des Personenschutzes. Chemiker hantieren mit allerlei Stoffen, die schwere und nachhaltige Schäden auslösen können. Atmet ein Chemiker im Rahmen eines Versuchs ein Reizgas oder einen anderen reizenden Stoff ein, könnte er durchaus zu Tode kommen. Ein kleines Missgeschick mit einer falschen Flüssigkeit hingegen könnte zu Hautreizungen oder schweren Verätzungen führen.

Doch welche Ausrüstungsgegenstände benötigen Labormitarbeiter? Ein Überblick:

  • Schutzhandschuhe – je nach Art des Labors sind unterschiedliche Handschuhe möglich. Im medizinischen Bereich genügen oft bereits Latexhandschuhe, wie sie auch im Krankenhaus verwendet werden. Sind Untersuchungen von Viren, Bakterien oder anderen Krankheitserregern geplant, werden häufig festere und sicherere Handschuhe genutzt.
  • Kittel – der Kittel dient in erster Linie dazu, die eigene Kleidung sauber zu halten. Er schützt im gewissen Rahmen jedoch auch vor Verletzungen durch umgeschüttete Flüssigkeiten.
  • Schutzanzug – sind ätzende oder gefährliche Stoffe im Spiel, sind im Labor Schutzanzüge notwendig. Sie bieten einen längeren zeitlichen Schutz gegenüber Stoffen und bieten Mitarbeitern nach dem Unfall die Möglichkeit, vor einer schweren Verletzung den Anzug abzulegen.
  • Atemschutzmasken – je nach Art des Versuchs oder der Arbeit ist ein Schutz der Atemwege unumgänglich. Das gilt sowohl im medizinischen wie auch im chemischen Bereich. Können Krankheiten über den Atemvorgang verursacht werden oder ist es denkbar, dass die Atemwege bei einem fehlerhaften Versuch gereizt werden, dient die Maske als wichtiger Schutz.
  • Augenschutz – Schutzbrillen sind bei chemischen und medizinischen Versuchen häufig ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung. Das ist insbesondere der Fall, wenn mit reizenden, rasch spritzenden oder ätzenden Flüssigkeiten gearbeitet wird.

Welche Schutzausrüstung tatsächlich genutzt werden muss, wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Bauarbeiter – auch hier wird persönliche Schutzausrüstung benötigt

Labor Messung

Im Labor ist die persönliche Schutzausrüstung oft sogar gesetzlich vorgeschrieben. – Bild: michelprado (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Wenn auch viele Bürger mit Schutzausrüstung weiße Schutzanzüge mit Atemschutzmasken, wie sie jeder aus Filmen kennt, in Verbindung bringen, so ist eine Schutzausrüstung tatsächlich jedem bekannt. Im Baubereich gibt es laut rofa.de zahlreiche Ausrüstungsgegenstände, die einzig dazu dienen, den Arbeiter im Falle eines Missgeschicks oder eines Fehlers auf der Baustelle zu schützen. Etliche der Gegenstände sollten sich nicht nur im Besitz von Bauarbeitern befinden, sondern durchaus im Schrank eines Hobbyheimwerkers liegen:

  • Handschuhe – sie schützen Arbeiter vor Schmutz und kleineren Verletzungen der Hände. Da es im Baustellenbereich stets schmutzig ist und sich bereits kleinere Wunden schnell entzünden können, sind Handschuhe nicht wegzudenken. Dickere Baustellenhandschuhe schützen die Haut nicht nur beim Tragen von Steinen und Werkzeugen, sie verhindern auch kleinere Brandwunden und Blasen.
  • Schutzhelm – wo gehobelt wird, fallen Späne. Auf Baustellen fallen häufig nicht nur Späne, sondern Dachziegel oder Baumaterialien aus großer Höhe. Der Schutzhelm schützt bei einem Zusammenprall mit Materialien vor schweren Kopfverletzungen, wenn er auch nicht jede Verwundung abwenden kann. Aber er verhindert auch, dass kleinere Missgeschicke in größeren Platzwunden enden. Wie schnell geschieht es, dass ein Hammer herunterfällt und der Arbeiter nach dem Aufheben mit dem Kopf gegen einen Stützpfeiler stößt?
  • Gehörschutz – steigt die Dezibelstärke über 70 an, wird nicht nur der eigene Geduldsfaden gereizt. Dauerhafter Baulärm wirkt sich negativ auf die Psyche und natürlich auf das Gehör aus. Daher ist es unumgänglich und ratsam, bei Arbeiten mit lauten Werkzeugen und Maschinen einen Gehörschutz zu tragen.
  • Augenschutz – Schutzbrillen sind insbesondere bei Arbeiten wie Fräsen, Schleifen oder Schneiden notwendig. Umherfliegende Splitter oder Funken können zu dauerhaften Sehschäden führen.
  • Schuhe – richtige Arbeitsschuhe, möglichst mit Stahlkappe und einer isolierenden Sohle versehen, dürfen weder im Schrank eines Bauarbeiters noch im Schrank des Heimwerkers fehlen. Durch die feste Sohle verhindern sie nicht nur das Ausrutschen auf feuchten Planken, sie dienen auch dazu, elektrische Schläge abzuwenden. Gleichfalls schützt das feste Material mit der Stahlkappe die Zehen und empfindlichen Bereiche der Füße gegen herunterfallenden Baumaterialien.

Natürlich sollten sich Bauarbeiter nicht nur auf ihre Schutzausrüstung verlassen, sondern gleichfalls feste Kleidung tragen. Im Baugewerbe gibt der Arbeitgeber die Ausrüstung heraus und erweitert sie, je nach Arbeitsauftrag, um die notwendigen Stücke. Wer in großen Höhen arbeitet, erhält beispielsweise noch eine Sturzabsicherung.

Metallverarbeitende Industrie

Die Schutzausrüstung in der metallverarbeitenden Industrie schützt vor Hitze, Funken, Feuer, aber auch vor Gasen und Kälte. Einige Metalle werden nicht bei großer Hitze verarbeitet, sondern bei hohen Minusgraden. Kälte kann ebenso schwere Verletzungen hervorrufen, wie Hitze. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Kleidung vor Funken und Feuer schützt. Der Gesetzgeber regelt die Beständigkeit der Schutzausrüstung je nach Arbeitsplatz und schreibt genau vor, wie lange Handschuhe oder Schutzkittel beispielsweise offenem Feuer oder spritzendem heißen Metall standhalten müssen. Die Ausrüstung ist vom Arbeitgeber bereitzustellen, wobei der Arbeiter stets dafür Sorge tragen muss, dass die Ausrüstung intakt ist. Fehlerhafte oder defekte Kleidung muss direkt ausgetauscht werden.

Fazit – Schutzausrüstung ist so wichtig, wie sie vielseitig ist

Es wäre falsch zu behaupten, dass es die eine Schutzausrüstung gibt. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen an die einzelnen Gegenstände. Das bedeutet aber nicht, dass sich einige Ausrüstungsgegenstände nicht gleich für verschiedene Bereiche eignen. Eine Schutzbrille aus dem Baugewerbe kann durchaus in der Metallverarbeitung zum Einsatz kommen, wie auch in der Hobbywerkstatt in der eigenen Garage.

Zudem ist die Schutzausrüstung, wenn sie auch vom Gesetzgeber für Berufe vorgeschrieben ist, nicht ausschließlich in der Arbeitswelt wichtig. Je nach Art der heimischen Baustelle oder des Hobbys sind einige Ausrüstungsgegenstände selbst für Hobbyhandwerker unverzichtbar und schützen mitunter vor weitreichenden Folgen.

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