DEKRA warnt
Legionellen statt prima Klima
Wer die Klimaanlage nicht regelmäßig wartet und von Fachleuten inspizieren lässt, gefährdet sich und andere. Darauf weist jetzt DEKRA vor dem Hintergrund der aktuellen Legionellen-Infektionswelle in Ulm hin. Dort kam es zu über 50
Erkrankungen und mehreren Todesfällen.
Legionellen sind Bakterien, die natürlich im Wasser vorkommen und so in die Warmwassersysteme gelangen. Unter günstigen Bedingungen – in stehendem Wasser zwischen 20 und 45 Grad Celsius – vermehren sie sich schnell. Sie verursachen die Legionärs-Krankheit oder Legionellose, eine schwere Infektionserkrankung der Lunge. Eine Infektion findet über das Einatmen von feinen Flüssigkeitströpfchen, so genannten Aerosolen, statt. Gefahr besteht immer dann, wenn legionellenhaltiges Wasser als Tröpfchen in die Atemluft gelangt. Dies ist der Fall beispielsweise bei Klimaanlagen mit Luftbefeuchtung, Duschköpfen und Whirlpools.
Der Betreiber einer Klimaanlage ist verpflichtet, diese von Fachpersonal regelmäßig warten zu lassen. Darüber hinaus ist alle drei Jahre – bei Anlagen mit Luftbefeuchtung alle zwei Jahre – eine Hygieneinspektion nach der Norm VDI 6022 erforderlich. Denn: Für den Laien ist die Infektionsgefahr von außen nicht erkennbar.
Zu Hause können sich Menschen vor Legionellen schützen, indem sie das Warmwasser-Leitungsnetz regelmäßig thermisch desinfizieren, das heißt das Wasser auf 70° C erhitzen. Moderne Heizungen sehen dies in ihrem Programm vor. Zu niedrige Rücklauftemperaturen und zu lange Leitungsstücke mit stehendem Wasser sollten bereits bei der Planung und Installation vermieden werden.
DEKRA verfügt über eine Akkreditierung nach der Norm für Prüflaboratorien DIN EN ISO/IEC 17025 und ist unter anderem für den Bereich Hygieneinspektion nach VDI 6022 akkreditiert.




