Aktuelle Ausgabe

Editorial

Ausgabe 1/2010

01.02.2010

Klotzen oder kleckern?

Zu Beginn eines Jahres – und besonders eines wichtigen wie 2010 – ist es interessant abzuschätzen, was die nächste Zukunft bringt. Das fällt in diesem Jahr nicht leicht, denn noch weiß niemand so recht, ob die Krise nun endet oder in eine zweite Runde geht. Aber einige Trends lassen sich heute schon erkennen. Was die Instandhaltungsdienstleister ts1_2010betrifft, so herrscht moderater Optimismus, dass 2010 in der Tat ein Jahr der Erholung sein wird. Das zeigen jedenfalls aktuelle Studien, die wir in dieser Ausgabe vorstellen. Aber es wird dort auch eingeschätzt, dass nach der Krise vieles nicht mehr so sein wird, wie es bisher war. Offensichtlich wird sich der Konzentrationsprozess in der Branche fortsetzen, und Wachstum kann wichtiger werden als Einsparungen. So zeigte ein Vergleich von 15 Top-Aktivitäten in der LCM-Studie, dass klassische Krisenthemen wie Reduzierung der Material- und Transportkosten oder die Reorganisation von Auftragsabwicklung und Vertriebsstruktur in ihrer Bedeutung tendenziell abnehmen. Also klotzen statt kleckern?

Sicher, aber auch richtig klotzen will gelernt sein. Denn ohne Einsparungen in strategisch wichtigen Bereichen wird sich kein Aufschwung erreichen lassen. Solche Bereiche sind zweifellos der Energie- und Medienverbrauch: Dort geht es nicht nur um Kosten, sondern auch um Umwelt- und Klimaschutz.

Deshalb haben wir in dieser Ausgabe den Schwerpunkt ,Gebäudesanierung‘ etwas breiter gefasst und durch Beiträge in anderen Rubriken ergänzt, etwa zur Gebäudethermografie oder zur Druckluftversorgung. Denn die Trends zum effizienten Energieeinsatz oder zum besseren Schutz von Versorgungsnetzen dürften auch im Aufschwung ungebrochen bleiben. Und last but not least interessieren diese Themen den Instandhalter ja nicht nur im Beruf, sondern auch im häuslichen Umfeld. Und dort will man ja schließlich, etwa bei den Ausgaben für Wasser, doch lieber etwas kleckern.


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