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Bundesverband für Angewandte Thermografie

Vorsicht bei ,Knipsern‘!

Es ist wieder soweit: Die kalte Jahreszeit wird von Bauthermografen genutzt, um Wärmeverluste an der Wärmedämmung von Gebäudehüllen nachzuweisen. Die Untersuchungsergebnisse fließen anschließend in Sanierungskonzepte zur Verbesserung der technischen Gebäudeausrüstung und des Wärmeschutzes ein. Damit wird den Forderungen nach Energieeinsparung und verbessertem Umweltschutz Rechnung getragen. Die bei der seriösen Durchführung der Gebäudethermografie zu berücksichtigenden Voraussetzungen, Vorbereitungen und Randbedingungen gehen aus der Richtlinie Bauthermografie und dem Flyer ,Messungen zur Energieeinsparung im Gebäudebereich‘ hervor, die der Bundesverband für Angewandte Thermografie e.V. auf seiner Internetseite veröffentlicht hat.

Leider sind zu dieser Jahreszeit aber auch ‚Knipser‘ unterwegs, die ungeschult und mit unzureichender Kameratechnik im thermografischen Umfeld ihr Unwesen treiben und bei Gebäudeuntersuchungen nur Infrarot-Außenaufnahmen zu Niedrigstpreisen anbieten. Dabei wird dem Besteller verschwiegen, dass die Außenthermografie nur unter bestimmten Untersuchungsbedingungen, wie etwa bei quasistationärem thermischen Gebäudezustand, Mindesttemperaturunterschied zwischen innen und außen, bei bestimmten Wetter- und Windverhältnisse und zum richtigen Untersuchungszeitpunkt durchgeführt werden kann. Darüber hin­aus wird der Auftraggeber im Unklaren darüber gelassen, dass Außenthermografie nur eine orientierende Messmethode ist, die zur Beurteilung des Wärmeschutzes an Gebäuden allein nicht ausreicht. So lassen sich damit etwa klassische Kaltdächer, vorgehängte Fassaden und Schimmelschäden in Außenecken nicht untersuchen. Nur mithilfe von Innenthermografie oder durch Kombination mit der Außenthermografie können nahezu alle Baumängel quantitativ erfasst werden.

Zudem ist nur der geschulte und erfahrene Thermograf in der Lage, die Messergebnisse unter Berücksichtigung der komplexen bautechnischen Gegebenheiten auszuwerten und zu bewerten. Der Hauseigentümer sollte bei der Auftragsvergabe bedenken, dass eine seriöse Gebäudeuntersuchung nicht zu den Preisen der Billiganbieter durchgeführt werden kann. Denn die Einhaltung und Kontrolle der messtechnisch erforderlichen Rahmenbedingungen, die adäquate Erfassung, Auswertung und Beurteilung der Messwerte sowie die Erarbeitung eines Untersuchungsberichts mit Sanierungsempfehlungen und die Durchführung eines Beratungsgespräche bedeuten einen Aufwand, der auch ein entsprechendes Entgelt erfordert.

Neben der Beratung fördert der Bundesverband auch mithilfe von praxisbezogenen Schulungsmaßnahmen die Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder. Die IT-Lehrveranstaltungen werden nach DIN 54162 / DIN EN 473 und der Europäischen Feuerschutzrichtlinie CFPA durchgeführt. Im Fokus stehen insbesondere die modular aufgebauten Stufe-2-Kurse. IT2-zertifizierte Anwender sind berechtigt, eigenverantwortlich IR-Messdaten zu erfassen, diese auszuwerten und zu bewerten. Daher ist die Stufe-2-Qualifizierung die Grundlage für eine professionelle IT-Leistungserbringung mit hoher Fachkompetenz.

Aus diesem Grund möchte der VATh insbesondere auf die Stufe-2-Lehrgänge im 1. und 2. Quartal 2009 aufmerksam machen:

  • Aktive Thermografie, KW 11, 09.-14.03.2009, Saarbrücken
  • Elektrothermografie, wahlweise mit VdS-Prüfung, KW 12, 16.-21.03.2009, Hattingen
  • Bau- und Industriethermografie (Parallelveranstaltung), KW 14, 30.03.-04.04.2009, Rostock oder Plochingen, KW 24, 08.-13.06.2009, Rostock oder Plochingen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit ist der VATh erstmalig auf der Messe easyFairs Antriebstechnik & Instandhaltung vom 17.-18.02.2009 in Dortmund vertreten. Der Informationsstand des VATh B:10 befindet sich in Halle 6. Ein Verbandsvertreter wird im Instandhaltungspark über das Thema „Integration thermografischer Diagnostik in Instandhaltungskonzepte” referieren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

www.VATh.de,  Mail: Geschaeftsfuehrer@VATh.de

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